Coronakrise

Lage verschärft sich weiter - Woche der Entscheidungen

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Strenge Regeln: In immer mehr Bundesländern gilt in vielen Bereichen nun 2G.
Strenge Regeln: In immer mehr Bundesländern gilt in vielen Bereichen nun 2G.

In mehreren Bundesländern werden die Regeln verschärft. Die Ampel-Parteien haben ihre Pläne zur Eindämmung des Corona-Infektionsgeschehens im Bundestag präsentiert, doch die Entscheidung darüber fällt erst am Donnerstag, danach muss der Bundesrat noch zustimmen. Zudem beraten wieder die Ministerpäsidenten der Länder gemeinsam mit der geschäftsführenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Pandemie. .

Angesichts der Rekorde bei den Corona-Infektionszahlen haben einige Bundesländer wie Bayern, Sachsen oder Brandenburg ihre Regeln massiv verschärft - in vielen Bereichen gilt nun 2G (Zutritt nur für Geimpfte oder Genesene). In diesen Bundesländern sind die Infektionszahlen allerdings auch besonders hoch. In Bayern liegt die landesweite 7-Tage-Inzidenz bei 554,2 (Stand 16.11.2021), fünf Landkreise verzeichnen inzwischen 7-Tage-Inzidenzen über 1000.

„Was es braucht, ist 2G flächendeckend in Deutschland“
Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident


Bundeseinheitliche Regelungen gibt es bislang nicht. Erst am Donnerstag soll die Entscheidung über die vorgelegten Pläne der Ampel-Parteien im Bundestag gefällt werden, dann ist der Bunderat an der Reihe. Ebenfalls am kommenden Donnerstag gibt es neue Beratungen zwischen Angela Merkel sowie den Ministerpräsidenten der Länder. Bereits im Vorfeld der Gespräche werden die Forderungen nach flächendeckenden Maßnahmen lauter. "Was es braucht, ist 2G flächendeckend in Deutschland", sagte etwa der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder im ZDF-Morgenmagazin. Zudem wünscht sich Söder bundeseinheitliche Regelungen anstelle eines Flickenteppichs an Maßnahmen.

Kontaktbeschränkungen für Impfunwillige 

Ähnlich sieht es auch der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit RKI-Chef Lothar Wieler vergangenen Freitag forderte Spahn 2G-plus bei öffentlichen Veranstaltungen, 3G am Arbeitsplatz sowie tägliche Testungen in vulnerablen Bereichen – etwa in Pflegheimen – für Mitarbeiter und Besucher.



In der Sendung ARD-Extra betonte Spahn, dass die Einheitlichkeit von Beschlüssen für die Akzeptanz bei den Bürgern notwendig sei. Dabei hält Spahn auch Kontaktbeschränkungen für Impfunwillige für vorstellbar. Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach plädiert gebetsmühlenartig für 2G bzw. in Gebieten mit besonders hohenn Inzidenzen für 2G plus sowie Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte.

Kretschmann schließt Lockdown nicht mehr aus

Indes spitzt sich auch in weiteren Bundesländern die Lage weiter zu. In Baden-Württemberg tritt am kommenden Mittwoch die Alarmstufe in Kraft. Dann wird 2G in fast allen Bereichen Pflicht, etwa in Restaurants oder im Kulturbereich. Im Einzelhandel gilt dann wieder 3G (Ungeimpfte mit Antigenschnelltest). Im Hotel hingegen müssen Ungeimpfte einen PCR-Test vorlegen. Auch beim Friseur oder im Kosmetikstudio gilt 3G mit PCR-Test-Pflicht. Allerdings schließt Ministerpräsident Winfried Kretschmann einen Lockdown offenbar nicht mehr aus. Das geht aus einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten hervor.

Auch in Hamburg greifen neue Maßnahmen. Angesichts der steigenden Coronazahlen in der Hansestadt gilt ab kommenden Samstag nahezu überall 2G. Konkret betroffen von der neuen Regelung sind etwa Restaurants, Clubs und Bars, sowie Theater und Kinos. Mehreren Medienbericht zufolge zieht nun auch NRW nach. Demnach teilte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Dienstag mit, dass 2G flächendeckend im Freizeitbereich gelten soll. Ab wann die 2G-Regel in NRW genau gelten soll, sagte er nicht. Er wolle zeitnah darüber informieren. Auch aus Thüringen kommen ähnliche Informationen. Ab kommender Woche soll auch dort in den meisten öffentlichen Bereichen die 2G-Regel zum Einsatz kommen - etwa in der Gastronomie, der Hotellerie oder bei Events. Der entsprechende Beschluss wurde heute vom Kabinett auf den Weg gebracht.



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