Corona-Exit: Der Dehoga schlägt Maßnahmen vor
Corona-Exit

Der Dehoga schlägt Maßnahmen vor

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Es wird konkret: Der Dehoga schlägt Sicherheitsmaßnahmen gegen Corona vor und mahnt einen Zeitplan der Politik an
Es wird konkret: Der Dehoga schlägt Sicherheitsmaßnahmen gegen Corona vor und mahnt einen Zeitplan der Politik an

Die Diskussionen um ein mögliches „Wiederhochfahren“ und Öffnungsperspektiven für die Betriebe des Gastgewerbes gewinnen an Fahrt. Der Verband gibt inhaltliche Vorschläge bekannt.

STUTTGART. Allgemeine Regeln zum Gästeschutz und zum Arbeitsschutz sind die „Leitplanken“ für alles weitere, hält der Branchenverband Dehoga fest und betont: „Für diese ,Leitplanken‘ trägt die Politik und nicht der Dehoga die Verantwortung – sie werden von Bund und Ländern im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeiten festgelegt. Neben diese allgemeinen Regeln treten die für den jeweiligen Betrieb zutreffenden und angemessenen Schutzmaßnahmen, die der Unternehmer festlegt und verantwortet.“

Leitmotiv des Verbands bei den Beratungen der Gesetz- und Verordnungsgeber sei: So viel wie nötig, so wenig wie möglich gesetzlich regeln – und zwar so schnell wie möglich. Der Dehoga Bundesverband hat seine wichtigsten Grundsätze und Anforderungen an eine Exit-Strategie für die Branche zusammengefasst:

• Wir akzeptieren die aus den medizinische Notwendigkeiten gegebenen Einschränkungen, auch um erneute Schließungen zu vermeiden. Es muss aber ebenso klar sein, dass jede Möglichkeit zur Öffnung der Betriebe genutzt wird.

• Möglichst bundeseinheitliche Regelungen, da sonst die Kommunikation massiv erschwert wird. Widerspruchsfreiheit zwischen den verschiedenen Regelungsbereichen (Gäste- und Arbeitsschutz).

• Keine Sonderregelungen in den Kommunen ohne belegbare Betroffenheit der Infektionsentwicklung.

• Möglichst frühzeitige Ankündigung von Lockerungen, damit die Betriebe sich entsprechend vorbereiten können.

• Es muss einen klaren Stufenplan geben. Dieser muss Perspektiven für alle Betriebsarten enthalten: Restaurants, Bars, Cafés, Clubs, Eiscafés, Kneipen, Discotheken, Eventcaterer usw. und alle Beherbergungsbetriebe, unabhängig davon ob Geschäftsreisende oder Urlaubsgäste beherbergt werden.

• Gleiche Fragen (z.B. Mindestabstand) müssen einheitlich für alle Betriebstypen geregelt werden, denn sonst gibt es Wettbewerbsverzerrungen und Akzeptanzprobleme.

• Keine Eingrenzung der Öffnungszeiten, diese wären im Gegenteil sogar kontraproduktiv. Lange Öffnungszeiten führen zur Entzerrung und besseren Kanalisierung der Gästenachfrage. Keine fixe Begrenzung der Personenzahl oder zulässiger Raumgrößen. Dies regelt sich bereits individuell durch die Einhaltung der erforderlichen Mindestabstände.

• Aufhebung des Aufnahmeverbots für touristische Gäste bereits in der ersten Öffnungsphase.

• Kurzfristige Festlegung der Anforderungen an Wellnessbereiche inkl. der Therapie- und Anwendungsangebote (Massage, Beauty) Bade- und Spa-Bereiche mit dem Ziel einer schnellen Öffnung.

• Alle Maßnahmen müssen für die Betriebe praktisch umsetzbar sein

• Alle Regelungen müssen nachvollziehbar sein und dem Gesundheitsschutz dienen, denn sonst finden sie keine Akzeptanz bei Unternehmern, Mitarbeitern und Gästen. Verstöße sind dann vorprogrammiert.

• Keine Bürokratiemonster wie eine Registrierungspflicht für Gäste. Wenn staatliche Stellen eine Nachverfolgbarkeit von Infektionsketten wollen, müssen sie digitale Tools z.B. als App auf den Markt bringen. Das kann man nicht Unternehmern und Mitarbeitern aufbürden. red/beh

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