Mobiler Check-in: Der digitale Meldeschein k...
Mobiler Check-in

Der digitale Meldeschein kann starten

Greenline Hotel Haffhus
Kontaktloser Check-in-Prozess: Der Hotelmeldeschein mit der Unterschrift auf Papier kann ab sofort durch ein elektronisches Identifizierungsverfahren ersetzt werden
Kontaktloser Check-in-Prozess: Der Hotelmeldeschein mit der Unterschrift auf Papier kann ab sofort durch ein elektronisches Identifizierungsverfahren ersetzt werden

Nach dem neuen Gesetz darf der Gast den Meldeschein auch elektronisch unterzeichnen. Dafür muss er sich jedoch digital ausweisen können.

BERLIN. Der Hotelmeldeschein mit der Unterschrift auf Papier kann durch ein elektronisches Identifizierungsverfahren ersetzt werden. Bundesinnenminister Horst Seehofer hat dies heute mit der neuen Beherbergungsmeldedatenverordnung verkündet. Damit werden die technischen Anforderungen, insbesondere die einzuhaltenden Datenformate an die Umsetzung des kontaktlosen Check-ins, festgelegt. Die gesetzliche Grundlage hierfür wurde im Dritten Bürokratieentlastungsgesetz unter der Federführung des Bundeswirtschaftsministeriums geschaffen.

Verzicht auf Papier ist optional

Auf die Abwicklung der Anmeldung in Papierform kann nun verzichtet werden, wenn eine Übernachtung kartengebunden elektronisch bezahlt oder reserviert wird. Alternativ können zur Identifikation auch die elektronischen Funktionen des Personalausweises, des elektronischen Aufenthaltstitels oder der eID-Karte genutzt werden. Die Meldescheine auf Papier stehen weiterhin als Option zur Verfügung.

Bundesinnenminister Horst Seehofer: „Mein Ziel ist es, mit der Digitalisierung den Alltag von Menschen leichter zu machen. Digitale Lösungen helfen aber nicht nur uns Bürgern, sondern Unternehmen und der Verwaltung gleichermaßen. Mit dem digitalen Hotelmeldeschein kann sich jeder Hotelgast künftig für den modernen kontaktlosen Check-in entscheiden. Das spart Zeit, Kosten und Aufwand und ist daher ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.“

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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Die nun gefundene Lösung hat Vorteile für alle Beteiligten: Der Check-in wird praktischer für die Gäste und günstiger für die Hotels. Derzeit besonders wichtig: Das digitale Meldeverfahren vermeidet unnötige Kontakte zwischen Personal und Reisenden und erleichtert somit die Wiederöffnung der Hotels.“

Mit dem Dritten Bürokratieentlastungsgesetz wurde zum 1. Januar 2020 die besondere Meldepflicht in Beherbergungsstätten (sog. Hotelmeldepflicht) für digitale Lösungen geöffnet. Optional wurde ein digitales Meldeverfahren eingeführt, bei dem die eigenhändige Unterschrift durch andere, sichere Verfahren ersetzt werden kann, so dass eine elektronische Erhebung und Speicherung der Daten möglich ist. Nach Schätzung des Statistischen Bundesamts sparen die Unternehmen dadurch 3-4 Minuten pro Check-in und mehr als 50 Mio. Euro pro Jahr

150 Mio. weniger Meldescheine aus Papier

Der Hotelverband IHA geht davon aus, dass durch den digitalen Check-in mittel- bis langfristig auf bis zu 150 Millionen Papiermeldescheine pro Jahr verzichtet werden kann und sieht ein entsprechenden Kostensenkungspotenzial von rund 100 Millionen Euro jährlich. „Wir freuen uns, dass bereits eine Reihe von Technologieanbietern der deutschen Hotellerie kompatible Umsetzungslösungen für den digitalen Hotelmeldeschein offerieren. IHA-Verbandsmitglieder können beim Umstieg auf die innovative und kontaktlose Lösung unseres Preferred Partners hotelbird von Vorzugskonditionen profitieren. Das Münchner Technologie-Unternehmen bietet einen kostenfreien Testzeitraum von drei Monaten für sein cloud-basiertes Check-in / Check-out System inklusive einer Geld-zurück-Garantie nach der Testphase an“, betont Hauptgeschäftsführer Markus Luthe. red/ko

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