Destatis: Erzeugerpreise steigen weiter rasan...
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Erzeugerpreise steigen weiter rasant

IMAGO / Steinach
Die Preise hierzulande ziehen weiter stark an.
Die Preise hierzulande ziehen weiter stark an.

Es sieht nicht gut aus: Die Erzugerpreise für gewerbliche Produkte – aber auch für Lebensmittel sind in Deutschland im August weiter im Rekordtempo gestiegen. Die neuesten Daten und Fakten zur Preisentwicklung vom Statistischen Bundesamt (Destatis). 

Angeheizt von hohen Energiepreisen erhöhten sich die Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 45,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Es war der stärkste Anstieg innerhalb eines Jahres seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949. Im Juli war noch ein Plus um 37,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnet worden. Im Vormonatsvergleich erhöhten sich die Erzeugerpreise im August um 7,9 Prozent. Auch dies war ein Rekordanstieg.

Preistreiber Energie

Getrieben wird die Entwicklung nach wie vor von den Energiepreisen, die sich im Jahresvergleich im Durchschnitt um 139,0 Prozent erhöhten. Erdgas war im August 209,4 Prozent teurer als vor einem Jahr. Kraftwerke zahlten für Erdgas sogar 269,1 Prozent mehr, Industrieabnehmer 264,9 Prozent. Strom verteuerte sich innerhalb eines Jahres um 174,9 Prozent und Mineralölerzeugnisse um 37,0 Prozent. Gegenüber dem Vormonat sanken die Preise für Mineralölerzeugnisse allerdings um 3,2 Prozent.

Lebensmittel-Preise auf Rekordniveau

Die hohen Energiepreise schlagen auch auf Vorleistungsgüter (plus 17,5 Prozent) wie Metalle oder chemische Grundstoffe durch. Betroffen von deutlichen Preiserhöhungen sind auch Gebrauchs- und Verbrauchsgüter (10,9 Prozent und 16,9 Prozent). So waren beispielsweise Nahrungsmittel im August 22,3 Prozent teurer als im Vorjahr. Besonders stark stiegen die Preise für Butter (+74,6 % gegenüber August 2021) und unbehandelte pflanzliche Öle (+51,4 %). Flüssige Milch kostete 35,3 Prozent mehr als im August 2021, Kaffee war 32,5 Prozent teurer als vor einem Jahr. Fleisch ohne Geflügel kostete 27,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Erzeugerpreise wirken sich auf die Verbraucherpreise aus.

Auch die Preise für Verbrauchsgüter waren im August 2022 um 16,9 % höher als im August 2021 und stiegen gegenüber Juli 2022 um 0,8 Prozent.

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