DHK 2021: IHG: „Six Senses in Deutschland ist...
DHK 2021: IHG

„Six Senses in Deutschland ist nicht ausgeschlossen“

Antonia Jenner
Mario Maxeiner, IHG: „Wir haben das Glück, schon vor der Krise Strukturen angepasst zu haben."
Mario Maxeiner, IHG: „Wir haben das Glück, schon vor der Krise Strukturen angepasst zu haben."

Mario Maxeiner, Managing Director Northern Europe, International Hotel Group (IHG), spricht beim Deutschen Hotelkongress in Berlin mit Moderator Rolf Westermann über Fachkräftemangel, Expansionspläne und die Ausrichtung der Marken.

„Ich bin begeistert von der Marke Six Senses“, bekannte Mario Maxeiner gegenüber ahgz-Chefreporter Rolf Westermann auf der Bühne des Deutschen Hotelkongresses in seinem eigenen Haus, dem Interconti Berlin. Die Luxusmarke stelle natürlich sehr hohe Ansprüche an Komfort, Service und den Standort. Dennoch plane die Kette das Konzept auf 60 Häuser zu erweitern. Dabei schloss Maxeiner auch Deutschland nicht aus. Das Land sei schließlich einer der wichtigsten Hotelmärkte.

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Doch das sind Zukunftspläne. In das schon lange erfolgreiche Berliner Interconti läuft gerade ein Investitionsprogramm von 60 Mio. Euro. Was wurde und wird gemacht? Profitieren werden etwa der Ballsaal, die Gästezimmer, die zum Teil schon renoviert wurden, aber auch die Marlene Bar. „Ein sehr großer Teil fließt aber in die Infrastruktur, also alles was der Gast gar nicht sieht.“

„Der Mangel an Mitarbeitern ist zurzeit das brennendste Problem, das wir sehen. Nicht nur in Deutschland, auch in anderen Ländern.“
Mario Maxeiner, IHG


Stadthotellerie hat Zukunft

Wie ist IHG durch die Krise gekommen? „Wir haben das Glück, schon vor der Krise Strukturen angepasst zu haben“, so Maxeiner. Deshalb sei man vielleicht nicht ganz so hart getroffen worden wie andere Hotelgruppen. Die neuen Anforderungen bestünden darin, den geschwächten Geschäftsreisemarkt aufzufangen. Alle Hoteliers sehen wie der Leisure-Markt an Bedeutung gewinnt, dennoch sieht der IHG-Manager eine Zukunft für die Stadthotellerie. In vielen IHG-Häusern in anderen Ländern würden wieder Tagungen veranstaltet.

Der gesellschaftliche Wandel habe auch Einfluss auf die Ausrichtung der Marken. Auf das wachsende Bedürfnis nach längeren Aufenthalten etwa habe IHG mit den Konzept Holiday Inn Express & Suites reagiert. Longstay werde also in bestehende Konzepte integriert.

„Der Mangel an Mitarbeitern ist zurzeit das brennendste Problem, das wir sehen, nicht nur in Deutschland, auch in anderen Ländern“, sagte Mario Maxeiner auf die Frage von Rolf Westermann. Da müssten die Hoteliers neue Benefit-Modelle für die Beschäftigten entwickeln. Das sei umso wichtiger, als die Bedürfnisse und Vorstellungen der jungen Leute sich weiter verändern. „Jetzt fragen ja schon 18-jährige Bewerber nach der Work-Life-Balance“, so Maxeiner. In diesem Zusammenhang sei auch die Politik gefragt, damit die Mitarbeiter bezahlbaren Wohnraum finden.  

Intercontinental Hotels Group (IHG)
Die IHG ist mit rund 6000 Hotels eine der größten Hotelgruppen der Welt mit Sitz in London. Folgende Marken werden betrieben: Holiday Inn Express, Holiday Inn Hotels & Resorts, Crowne Plaza Hotels & Resorts, Voco Hotels, Candlewood Suites, Staybridge Suites, InterContinental Hotels & Resorts, Hotel Indigo, Kimpton Hotels & Restaurants, Holiday Inn Club Vacations, Even Hotels, Hualuxe Hotels & Resorts, Six Senses Hotels Resorts Spas, Regent Hotels and Resorts, Avid Hotels, Vignette Collection.

In Deutschland betreibt die IHG 101 Hotels, darunter drei InterContinental Hotels & Resorts, sieben Crowne Plaza, fünf Indigo Hotels, ein Regent Hotel sowie mehrere Holiday Inn und Holiday Inn Express.
 
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