Neueröffnung: Die Lobby als Social Space
Neueröffnung

Die Lobby als Social Space

Steve Herud
Urban Design: Der großzügige und mit gemütlichen Möbeln ausgestattete öffentliche Bereich.
Urban Design: Der großzügige und mit gemütlichen Möbeln ausgestattete öffentliche Bereich.

Berlin. Stylish und mit modernem Design, so will das neue Max Brown in der Hauptstadt punkten. Das Eckhaus in der Uhlandstraße mit seinen fünf Etagen und 70 Zimmern der Kategorien Small bis Extra

Berlin. Stylish und mit modernem Design, so will das neue Max Brown in der Hauptstadt punkten. Das Eckhaus in der Uhlandstraße mit seinen fünf Etagen und 70 Zimmern der Kategorien Small bis Extra Large liegt nur den berühmten Steinwurf vom Ku‘damm entfernt. „Da Max Brown Hotels immer zentral, aber dennoch abseits der Touristen-Epizentren liegen, war der Standort an der Uhlandstraße für uns ideal“, so Liran Wizman. Die besondere Mischung aus wohnlichem Rückzugsort und lebhaftem Treffpunkt soll Weitgereiste sowie Leute aus der Nachbarschaft gleichermaßen ansprechen.

Hoher Komfort, Vintage-Mobiliar und ein lebhafter Social Space sind die Kennzeichen der jungen Linie, die zunächst 2014 in den Niederlanden startete. Am Standort Uhlandstraße war über viele Jahre das Hotel Domus untergebracht, das zum GCH-Portfolio gehörte. Das Sir Savigny und das neue Max Brown überführte Wizman aus seiner GCH Hotel Group in die von ihm neugegründete Europe Hotels Private Collection (EHPC). In den vergangenen drei Jahren öffneten bereits zwei Max-Brown-Hotels in Amsterdam und ein Haus in Düsseldorf.

Im neuen Max Brown Ku‘damm erinnert nichts mehr an das ehemalige Domus Hotel. Alle Zimmer, Flure sowie das gesamte Erdgeschoss sind umfassend renoviert worden und haben ein neues Interieur-Design erhalten. Die Umbauphase habe ein gutes Jahr in Anspruch genommen.

Die Zimmer im Max Brown Ku‘damm wurden, wie bereits im Sir Savigny und im Max Brown Midtown in Düsseldorf, von Designer Saar Zafrir gestaltet. Weiße Wandpaneele und Fensterläden, Eichenfußböden sowie Ornamenttapeten stehen für die gemütliche Gestaltung der 70 Zimmer. Zafrir arbeitet mit hellen Tönen, achtet dabei auf ausreichend Raum und Licht. Farbakzente setzt der Designer mit Antikteppichen, Sesseln und Bettüberwürfen von Hay. In den Extra-Large-Zimmern bieten zusätzliche Sofabetten Platz für eine dritte Person.

Eine originelle Idee sind die Basketballkörbe in den Zimmern, die nicht nur Deko sind, sondern bei den Gästen für spielerische Unterhaltung sorgen. Auch auf der Opening-Party konnten die Gäste in einem der Zimmer ihre Treffsicherheit mit den bunten Stoffbällen unter Beweis stellen. Musikalische Akzente setzen die Crosley-Plattenspieler und die dazu passenden Vinylscheiben vom Düsseldorfer Label Unique Records, mit dem eine Kooperation vereinbart wurde. In jedem Zimmer befindet sich eine kleine Auswahl an Schallplatten, die der Gast auflegen kann.

Wichtige Merkmale im Konzepthotel sind der großzügige Social Space im Erdgeschoss und das Benedict Restaurant mit 24-Stunden-Frühstücksservice.

Die Rezeption fügt sich sehr dezent in das öffentliche Areal ein. Gestaltet wurde der öffentliche Bereich von Designerin Alona Eliasi. Sie hat bereits den Social Space im Max Brown in Düsseldorf gestaltet. „Alona Eliasi ist es gelungen, Restaurant und Hotel gestalterisch zu verbinden und zu einer Einheit verschmelzen zu lassen“, so Liran Wizman. Der Social Space soll auch das Konzept der Max Brown Hotels wiederspiegeln: Eine urbane, smarte Alternative für kreative Weltenbummler und für die Nachbarn. Dafür setzt die Designerin auf einen Mix aus Vintage-Möbeln und Flohmarktfunden. Eigens fürs Max Brown angefertigt wurde die Dschungeltapete an den Wänden. An der Candy Bar können sich Gäste mit Naschwerk, Snacks und Getränken versorgen.

Zum offiziellen Opening verwandelte sich das Benedict Restaurant in eine große, trendige Bar. Das soll die Ausnahme bleiben. Für die Gäste des Hotels ist das Frühstück immer im Zimmerpreis (ab 86 Euro je Nacht) enthalten. Bernhard Brügger

Mehr über das Design-Konzept der Max Brown Hotels lesen Sie in der nächsten Ausgabe unseres Magazins HOTELDESIGN am 18. März.

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