Special Award: Ein Mann für alle Fälle
Special Award

Ein Mann für alle Fälle

Hotel
Christian Harisch: „Wenn du etwas wirklich willst, dann kannst du es auch schaffen.“
Christian Harisch: „Wenn du etwas wirklich willst, dann kannst du es auch schaffen.“

Er ist ehrgeizig, selbstbewusst, zielstrebig. Christian Harisch ist das Unternehmertum quasi in die Wiege gelegt worden. Seit fast 20 Jahren ist er Geschäftsführer und mit Kommerzialrat Anton

Er ist ehrgeizig, selbstbewusst, zielstrebig. Christian Harisch ist das Unternehmertum quasi in die Wiege gelegt worden. Seit fast 20 Jahren ist er Geschäftsführer und mit Kommerzialrat Anton Pletzer und Stefan Rutter Eigentümer des Lanserhofs.

Was 1998 mit dem Erwerb des Lanserhofs in Lans/Tirol im Kleinen begann, hat sich im Laufe der Jahre zu etwas Großem entwickelt. Heute zählen zu der Lanserhof GmbH das Stammhaus in Lans, das Lans Medicum in Hamburg und der Lanserhof am Tegernsee. 2016 erwirtschafteten die Häuser zusammen einen Netto-Umsatz von knapp 50 Mio. Euro. Und auch das nächste Projekt steht bereits in den Startlöchern: 2019 soll ein Lanserhof auf Sylt öffnen. Vorausgesetzt, alles läuft nach Plan. Doch daran hegt CEO Christian Harisch nicht den geringsten Zweifel: „Wenn du etwas wirklich willst, dann kannst du es auch schaffen.“ Bei jedem anderen würde dieser Satz abgedroschen klingen. Doch bei einem Macher wie ihm ist klar, dass es vor allem seinem Engagement zu verdanken ist, dass der Lanserhof geworden ist, was er heute ist: „Ein Wegbereiter für die Medizin der Zukunft“ (O-Ton Harisch), ein „Bentley unter den Regenerationstherapien (Welt), eine „Abspeck-Klinik für die Reichen und Schönen“ (Süddeutsche).

Trotz des Erfolgs, den Harisch mit dem Lanserhof erreicht hat, gibt sich der Hotelier bodenständig. Er trägt einen blauen Anzug mit Hemd darunter, den Schal lässig um den Hals gebunden. Seine Augen blicken wach und freundlich durch eine dunkle Hornbrille. Im Gespräch ist er nahbar, lacht viel und bedankt sich mehrmals hintereinander. Seine Herkunft ist dank des charmanten Dialekts nicht zu überhören: Der 50-Jährige stammt aus einer Hoteliersfamilie aus Kitzbühel und betreibt dort noch das 5-Sterne-Hotel Weisses Rössl und das 4-Sterne-superior-Hotel Schwarzer Adler, die sich seit mehr als 100 Jahren in Familienbesitz befinden.

Als Harisch 1998 mit seinen Freunden Anton Pletzer, Johann Hager und Andreas Wieser den Lanserhof in Lans (Tirol) erwarb, wusste er nicht, welches Potenzial in dem Ferienhotel schlummerte. Doch dann merkten sie, dass der Lanserhof „etwas ganz anderes, etwas ganz Besonderes“ ist. 1999 bauten sie den kompletten Hotelbereich um, 2005 folgte die Erneuerung des gesamten medizinischen Therapiebereichs. Im Oktober 2012 öffnete der Lanserhof Hamburg als Lans Medicum, die erste ambulante Einrichtung des Lans Med Concepts. 2014 ging dann der Lanserhof am Tegernsee an den Start – „Europas modernstes Gesundheitsresort“.

Seine Aufgabe bei der Lanserhof-GmbH sieht Harisch in der Weiterentwicklung des Unternehmens. Neben ihm an der Spitze stehen noch Marketing-Chef Nils Behrens, Entwicklungs-Chef Julius von Bothmer und Finanzvorstand Peter Elsässer. Außerdem die ärztlichen Direktoren Elke Benedetto Reisch, Philipp Catala-Lehnen, Georg Kettenhuber, Andrea Csics, Direktorin vom Lanserhof Lans, und seine Nichte Eva-Maria Hasenauer. Sie leitet den Lanserhof am Tegernsee und könnte, so hofft er, in ein paar Jahren CEO der Lanserhof-Gruppe werden. „Ich weiß, dass ich das nicht ewig machen kann“, so Harisch. „Dieses Tempo halte ich nicht mehr lange durch.“

Sein größter Wunsch: Sich in fünf Jahren zurückzuziehen und Chairman zu werden. Vorher wolle er aber noch den Lanserhof internationalisieren. Konkrete Pläne gebe es bereits für England, Schweiz und Spanien. Der Unternehmer ist überzeugt: „Man muss vier bis fünf Projekte anleiern, damit überhaupt eines davon klappt.“ Natascha Ziltz

Das vollständige Porträt lesen Sie im AHGZ spezial am 25. Februar.

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