Energiekrise

Gas: Kabinett beschließt vorübergehend reduzierten Steuersatz

IMAGO / Steinach
Wegen extrem hoher Kosten: Die Mehrwertsteuer auf Gas soll vorübergehend von 19 Prozent auf 7 Prozent gesenkt werden.
Wegen extrem hoher Kosten: Die Mehrwertsteuer auf Gas soll vorübergehend von 19 Prozent auf 7 Prozent gesenkt werden.

Das Kabinett beschloss am Mittwoch eine sogenannte Formulierungshilfe für die Koalitionsfraktionen, die die Reform in den Bundestag einbringen wollen.

 Demnach sollen auf die Lieferung von Gas über das Erdgasnetz vom 1. Oktober 2022 bis 31. März 2024 nur 7 statt 19 Prozent Mehrwertsteuer anfallen. Die Bundesregierung formulierte zugleich die Erwartung, dass die Unternehmen diese Senkung eins zu eins an die Bürgerinnen und Bürger weitergeben - und die Gaspreise entsprechend senken.

So sollen die wegen des russischen Kriegs in der Ukraine erheblich gestiegenen Gaspreise und auch der Preisanstieg durch die geplante Gasumlage abgefedert werden.


Seit Monaten gehen die Gas- und Energiepreise durch die Decke. Nach dem vorläufigen Spitzenwert von von 40,4 Cent je kWh Gas für Neukunden vom 1. September, ging der Gaspreis zueletz etwas zurück - auf jetzt 35,9 Cent (Stand 14.9. / Quelle Verivox). Zum Vergleich: am 14.9.2021 lag der Preis bei 5,9 Cent je kWh Gas für Neukunden. 

Neben der vorrübergehenden Mehrwertsteuer-Senkung auf Gas stellte Wirtschaftsminister Habeck angesichts der andauerenden Energiekrise und der damit verbundenen Kostenexplosion weitere Hilfe für Unternhemen in Aussicht. Laut Habeck sollen Mittelstandsfirmen aus allen Wirtschaftssektoren, die von den steigenden Energiekosten stark betroffen sind, leichter Zuschüsse erhalten können.

stats