Gastbeitrag: Ernst Mayer: „Impuls für die ges...
Gastbeitrag

Ernst Mayer: „Impuls für die gesamte Region Oberhof“

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Hat viel vor: Hotelier Ernst Mayer
Hat viel vor: Hotelier Ernst Mayer

Der österreichische Hotelier plant im Thüringer Wald ein luxuriöses Familienresort. Hier schreibt er über die Hintergründe seines 50-Millionen-Euro-Projekts.

Warum ich in Oberhof im Thüringer Wald 50 Millionen Euro investiere? Die Antwort ist recht simpel: Wenn der Gast nicht zum Produkt kommt, dann kommt das Produkt zum Gast. Wir, meine Familie und ich, betreiben drei exklusive Familienhotels unter dem Gruppennamen „Familux Resorts” – das Alpenrose Familux Resort in Lermoos, das Oberjoch Familux Resort und das Dachsteinkönig Familux Resort in Gosau im Salzkammergut. Seit rund 25 Jahren sind wir erfolgreich im Markt der Familienhotellerie etabliert, haben viele Auszeichnungen erhalten und entwickeln unser Konzept kontinuierlich weiter.

Familien suchen Ziele in der Nähe

Für diese drei Hotels machen wir jeden Monat eine „Nationenstatistik“ und werten aus, woher unsere Gäste kommen. So wissen wir ganz genau, dass sich die Gästeklientel in Lermoos auf die Schweiz und Süddeutschland konzentriert, in Oberjoch auf Süd- und Westdeutschland und in Gosau auf Süddeutschland und Österreich. Die Statistik zeigt uns, dass aus Nord- und Mitteldeutschland relativ wenige Gäste zu uns reisen – bedingt durch den Anfahrtsweg. Wir haben zudem in all den Jahren gelernt, dass sich das Urlaubsverhalten der Familien verändert hat. Immer mehr Eltern mit kleinen Kindern wollen anspruchsvolle Urlaube in der Nähe ihres Zuhauses.

Dies waren die Hauptgründe, warum wir uns in den deutschen Mittelgebirgen umgeschaut haben und die Wahl auf Oberhof gefallen ist. Oberhof liegt sehr zentral und ist aus ganz Deutschland gut erreichbar. Von München, Stuttgart und Hannover fahren Familien rund drei Stunden, von Berlin, Dortmund und Köln dreieinhalb bis vier Stunden. Wenn man aus Hamburg kommt, ist man in nur fünf Stunden vor Ort, die Dresdener und Frankfurter schaffen es sogar in zweieinhalb Stunden. Wir ersparen unseren Gästen mit diesem Standort bewusst weite Wege, was den Start in den Urlaub stressfreier macht. Für die Qualität, die wir erzielen möchten, braucht es außerdem entsprechend Raum – und den gibt es in Oberhof.

Dort haben wir eine 4 Hektar große Fläche am Schützenberg gefunden, wo bereits in der Vergangenheit große Hotels standen, vor 100 Jahren auch eines der mondänsten Hotels Deutschlands. Die Region ist im Wachstum und bietet einige Highlights, wie die Lotto Thüringen Skisport-Halle, in der man an 365 Tagen im Jahr Skilanglaufen kann, desweiteren im Winter Loipen, einen modernen, kuppelbaren Sessellift und im Sommer ein gut ausgebautes Wandernetz. Ich war bei meinen Besuchen in Oberhof total überrascht, dort ähnliche Bedingungen vorzufinden, wie bei uns in Lermoos, am Fuße der Zugspitze. Die Skipisten am Oberhofer Skihang sind äußerst familienfreundlich, es gibt eine Bob- und Rennschlittenbahn, eine Skischanze – und allein die Loipe „Große Runde R“ ist 50 Kilometer lang.

Die Weichen richtig gestellt

Mit Oberhofs Bürgermeister Thomas Schulz stehen wir in sehr gutem Kontakt, er hat uns jede nur mögliche Unterstützung zugesagt. Eine Aussage von ihm hat mich ganz besonders überzeugt: „Oberhof hat frühzeitig die Weichen für die Verbesserung seines Hotel- und Beherbergungsangebots gestellt, städtebauliche Missstände beseitigt und in den vergangenen Jahren mit Unterstützung der Landesregierung hervorragende Bedingungen für touristische Investitionen geschaffen.“ Genau das ist es, was wir bei der Entwicklung feststellen: Die Thüringer stehen hinter uns, unterstützen das Projekt und helfen mit!

Den Spatenstich für unser neues Resort, das in Anlehnung auf die naturbezogene Ausrichtung „The Grand Green“ heißen wird, haben wir Ende November gefeiert. Ein junges Architektenteam aus Erfurt wurde mit der Planung betraut. Unser Ziel ist es, dass die Architektur des Resorts der Topografie der Umgebung entspricht, dass grandiose Ausblicke garantiert sind und dass eine Architektur geschaffen wird, in der sich die Tradition Thüringens widerspiegelt.

Eine völlig neue Gästeschicht

Geplant sind 110 Familiensuiten und 15 Chalets. Der Skiübungs- und Windelskihang sowie der Naturlehrpfad und die Außenspielbereiche fügen sich harmonisch ins Gesamtbild ein, die 120 Meter lange Doppelrutsche und der Infinity-Pool sind sehr zurückhaltend positioniert. Im Resort selbst befinden sich neben gängigen Spiel- und Sportbereichen eine Indoor-Go-Kart-Bahn, Softplay-Anlangen, ein Kino und vieles mehr. 140 Mitarbeiter werden im Resort beschäftigt sein, pro Jahr rechnen wir mit 140.000 Nächtigungen. Eine völlig neue Gästeschicht wird für Oberhof erschlossen, was in Summe ein gewaltiger Impuls für die gesamte Region ist.

Im Dezember 2021 wollen wir The Grand Green eröffnen und beziehen bereits die Belange der zukünftigen Mitarbeiter in unsere Überlegungen ein. Statt Büros planen wir Co-Working Spaces, statt einer Kantine eine Lounge mit saisonalem, gesundem Essen, statt einem Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis eine familiäre Community. Wir suchen jetzt bereits die Menschen, die sich vorstellen können, im innovativsten und spannendsten Familienresort Europas mit uns gemeinsam die Zukunft gestalten! Gerade auch Mitarbeiter aus der Region sind es, die unsere bestehenden Resorts zu etwas ganz Besonderem machen.

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