Erwerbstätige 2021: Gastgewerbe, Handel und V...
Erwerbstätige 2021

Gastgewerbe, Handel und Verkehr wieder im Minus

IMAGO / Sven Simon
Das Gastgewerbe profitiert nicht von der steigenden Zahl der Erwerbstätigen.
Das Gastgewerbe profitiert nicht von der steigenden Zahl der Erwerbstätigen.

Nach dem Rückgang im Corona-Krisenjahr 2020 ist die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland 2021 wieder leicht gestiegen, vermeldet das Statistische Bundesamt. Besonders Dienstleistungen sorgen für das knappe Wachstum – allerdings nicht in der Rubrik, zu der das Gastgewerbe zählt.

Die Zahl der Erwerbstätigen wuchs nach vorläufigen Zahlen um 7.000 auf 44,9 Millionen im Schnitt des vergangenen Jahres.  Im ersten Corona-Krisenjahr 2020 hatte die Pandemie den zuvor über 14 Jahre langen Anstieg der Erwerbstätigkeit beendet.

Für das knappe Plus sorgt der Dienstleistungssektor, in den anderen Wirtschaftszweigen ging die Beschäftigtenzahl leicht zurück. Bei den Dienstleistungen gab es im Jahr 2021 in der Summe mit insgesamt 94.000 Personen (+0,3 %) gegenüber 2020 wieder einen Zuwachs auf rund 33,7 Millionen Personen. 2020 war die Zahl um 197.000 Personen (-0,6 %) gegenüber 2019 gesunken.

Unterschiedliche Entwicklungen je Segment

Dabei entwickelten sich die einzelnen Dienstleistungs-Teilbereiche 2021 sehr unterschiedlich: Im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe kam es mit -176.000 Personen (-1,8 %) wie schon im Jahr zuvor (-218.000 Personen; -2,1 %) erneut zu größeren Beschäftigungsverlusten.

Die größten Beschäftigungsgewinne gab es im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit mit +249.000 Erwerbstätigen (+2,2 %) sowie im Bereich Information und Kommunikation mit +33.000 Personen (+2,4 %). Bei den Unternehmensdienstleistern, zu denen auch die Arbeitnehmerüberlassung zählt, gab es nach größeren Verlusten im Jahr 2020 (-120.000 Personen; -1,9 %) ebenfalls ein Plus von 33.000 Personen (+0,5 %).

Mehr Arbeitnehmer, weniger Selbstständige

Die Zahl aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nahm im Jahresdurchschnitt 2021 um 115.000 Personen (+0,3 Prozent) auf rund 41 Millionen zu. Zu diesem Anstieg hat laut Destatis maßgeblich die positive Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung beigetragen, wie die bis zum 3. Quartal vorliegenden Strukturdaten belegten. 

Beschäftigungsverluste gab es dagegen wie schon 2020 bei der Zahl der marginal Beschäftigten. Bei den Selbstständigen setzte sich zudem der langjährige Abwärtstrend fort. Ihre Zahl sank gegenüber 2020 um 108.000 Personen auf 3,9 Millionen (-2,7 %).

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