Fachkräftemangel: Wütender Hotelier: „Mit zwe...
Fachkräftemangel

Wütender Hotelier: „Mit zweierlei Maß“

Alte Rebschule
Beim Vorstellungsgespräch in Kenia: Stephan Hafen, Inhaber der Alten Rebschule, und die angehende Hotelfachfrau Roselyne Siomiti Salee
Beim Vorstellungsgespräch in Kenia: Stephan Hafen, Inhaber der Alten Rebschule, und die angehende Hotelfachfrau Roselyne Siomiti Salee

Personalmangel in Hotellerie und Gastronomie ist nichts Neues, durch Corona hat sich die Lage dramatisch verschärft. Grund genug für einen Brandbrief, den jetzt der Inhaber des 4-Sterne-Wohlfühlhotels Alte Rebschule an Politik, Parteien und Institutionen verschickt hat.

Stephan Hafen weist darin eindringlich auf die Haltung der Bundesregierung hin, Fachkräfte aus dem nicht-europäischen Ausland, etwa aus Afrika, nicht zu akzeptieren. „Für uns als Hoteliers ist es absolut unverständlich, warum bei der Personalbeschaffung mit zweierlei Maß gemessen wird“, so Hafen.


Stephan Hafen ist seit über 30 Jahren in Kenia engagiert und unterhält beste Kontakte vor Ort: „Wir haben in der Alten Rebschule bereits sechs junge Kenianer als Köchin beziehungsweise Koch ausgebildet, inklusive bestandener Ausbildungsprüfung.“ Und für 2022 hat sich bereits die angehende Hotelfachfrau Roselyne Siomiti Salee aus Kenia beworben.

Vorschlag: Sondierungsreise für Branchen- und Politikvertreter

Voraussetzung für das Anwerben von jungen Kenianern sei, dass interessierte Arbeitgeber in Deutschland etwas Geld in die Hand nähmen, etwa für Sprachkurse sowie Einreise- und Arbeitsdokumente. Außerdem brauche es einen durch die IHK bestätigten Ausbildungsvertrag sowie eine persönliche Einladung.

Bereits ausgebildete Köchinnen und Köche wären am „Kenya Utalii College Training Institute“ in Nairobi – Mitglied der weltweit renommierten Hotelfachschul-Organisation EUHOFA International – zu finden. Sie haben sich dort bereits in unterschiedlichen Landesküchen ausprobiert. Geeignete praxiserfahrene Köche könnten nach Deutschland kommen, um hier ihr Wissen zu erweitern. Ein Kontakt vor Ort besteht auch hier.

Rebschul-Inhaber Stephan Hafen stellt sich bei Fragen als kundiger Kenia-Partner zur Verfügung. „Denkbar wäre außerdem eine von mir organisierte Sondierungsreise mit Politikvertretern und Interessenten aus Gastronomie und Hotellerie. Nicht betteln, sondern gemeinsam nach Lösungen suchen, lautet unsere Devise!“                                

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