Übernachtungszahlen: Gemischte Bilanz in der ...
Übernachtungszahlen

Gemischte Bilanz in der Schweiz

Die Zahl der Übernachtungen ist zwar noch leicht gesunken, der Rückgang flacht sich aber ab.

NEUCHÂTEL. Während das erste Halbjahr noch ziemlich schwach für die Schweizer Hoteliers verlaufen ist, gibt das zweite Halbjahr 2016 Anlass zur Hoffnung. Denn zwischen Juli und Dezember ist die Zahl der Logiernächte wieder leicht gestiegen, um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Insgesamt meldet das Schweizer Bundesamt für Statistik aber noch ein Minus bei den Übernachtungszahlen für das Jahr 2016. Und zwar um 0,3 Prozent auf 35,5 Mio. Die ausländischen Gäste machten dabei 19,3 Mio Logiernächte und damit 1,5 Prozent weniger aus als im Vorjahr. Die inländischen Gäste generierten 16,2 Mio. Logiernächte,

Deutlich zurückgegangen ist dieses Mal, nach mehreren Jahren ununterbrochenen Wachstums die Nachfrage von Gästen aus dem asiatischen Raum, und zwar um 3,4 Prozent. Aus Europa kamen 1,5 Prozent weniger Übernachtungen, aus Deutschland 3,9 Prozent weniger. Ein wachsender Quellmarkt ist für die Schweiz der amerikanische Kontinent mit einem Plus von 2,8 Prozent.

In der aktuellen Statistik wird auch deutlich, dass der Übernachtungsrückgang nicht alle Regionen der Eidgenossenschaft gleichermaßen trifft. Nur sieben der vierzehn Tourismusregionen wiesen 2016 gegenüber 2015 eine Logiernächteabnahme auf. Am stärksten war der Rückgang in den Bergregionen, insbesondere im Berner Oberland (-2,4%), aber auch beispielsweise in Luzern / Vierwaldstättersee (-2,4%). Demgegenüber registrierte die Genferseeregion (Waadtland) mit einem Plus von 121.000 Übernachtungen/+4,5%) das deutlichste absolute Wachstum. Es folgen das Tessin (+100.000 Übernachtungen/+4,6%) und Bern Region (+22.000 Übernachtungen/+2,1%).

Die Nettozimmerauslastung belief sich im Jahr 2016 auf 51,3 Prozent (2015: 51,5%). Unter den Tourismusregionen wies Genf mit 63,5 Prozent die stärkste Auslastung auf. Es folgt Zürich Region mit einer Auslastung von 63,0 Prozent. Die geringste Auslastung verzeichnete die Region Jura & Drei-Seen-Land mit 38,4 Prozent. red/rk
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