Neueröffnung: Graffitis und Berliner Bären
Neueröffnung

Graffitis und Berliner Bären

Christian Kretschmar für JOI-Design
Futuristisch: Der Eingang zum neuen Berliner Moxy (links). Bunt und zugleich wohnlich geht es in den öffentlichen Bereichen zu (oben). Den Kontrast dazu bilden die Zimmer in modernem und unaufgeregtem Design (unten).
Futuristisch: Der Eingang zum neuen Berliner Moxy (links). Bunt und zugleich wohnlich geht es in den öffentlichen Bereichen zu (oben). Den Kontrast dazu bilden die Zimmer in modernem und unaufgeregtem Design (unten).

Berlin. Moxy expandiert mit Riesenschritten auf dem europäischen Markt. Bis 2020 sollen mehr als 50 Hotels in mehr als 40 neuen Destinationen eröffnet werden. Da ist es kein Wunder, dass die

Neueröffnung: Graffitis und Berliner Bären



Berlin. Moxy expandiert mit Riesenschritten auf dem europäischen Markt. Bis 2020 sollen mehr als 50 Hotels in mehr als 40 neuen Destinationen eröffnet werden. Da ist es kein Wunder, dass die designorientierte Marke von Marriott International nach dem im September 2016 eröffneten Moxy am Ostbahnhof nun mit dem zweiten Haus an der Spree vertreten ist. Das Moxy Humboldthain Park Berlin öffnete bereits vor einigen Wochen klammheimlich seine Tore. Ende des Jahres bekommt es zudem Gesellschaft, wenn direkt nebenan neue AC bei Marriott startet. Die Immobilie, aus der die beiden neuen Häuser entstanden sind, beherbergte zuvor das Holiday Inn Berlin Mitte. Der Eigentümer, die Precise Hotels&Resorts, investierte mehr als 5 Mio. Euro in den Umbau des Moxys und stattete Marriott mit einem Franchise-Vertrag mit einer Laufzeit von 15 Jahren aus.

Für das Interieur wurden die Profis von Joi-Design mit ins Boot geholt, die den Berliner Bären in den verschiedensten Farben, Formen und Größen überall im Haus auftauchen lassen. Die 101 Zimmer sind zwischen 19 und 21 Quadratmeter groß und etwas geräumiger als bei Moxy sonst üblich, wie Hoteldirektor Stephen Nash anmerkt. „Wir verfügen über drei Zimmerkategorien, die sich nur durch die Betten-Varianten, Twin, Queen oder King, unterscheiden“, sagt der General Manager. Allerdings gebe es auch fünf Zimmer mit einem eigenen Balkon, so Nash. Im ersten Jahr strebt Nash eine durchschnittliche Nettorate von 75 Euro und eine Auslastung von 85 Prozent an und setzt dabei verstärkt auch auf wiederkehrende Gäste.

Die Zimmer wurden von Joi-Design eher minimalistisch, klassisch-modern mit gedeckten Farben und hochwertigen, natürlichen Materialien gestaltet. In den öffentlichen Bereichen dominiert dagegen ein farbenfrohes und verspieltes Design mit Erlebnischarakter. Das gesamte Erdgeschoss ist als offener Raum gestaltet mit einer kleinen Lobby als Entrée und einer angrenzenden Welcome Zone. Dort checken die Gäste ein – die Rezeption wurde in den Coffeeshop mit Bar integriert. Auch kleine Speisen wie Flammkuchen oder Currywurst sind hier erhältlich. Darüber hinaus gibt es noch eine, neudeutsch, 24/7-Grab’n’go-Station sowie sechs Frühstücksstationen, die nach dem Service hinter Stahltüren verschwinden. „Wir wollten hier ein kommunikatives Wohnzimmer für den Gast schaffen, in dem er sich wohlfühlt“, betont Nash. Die Einrichtung in den öffentlichen Räumen wurde von Joi-Design passend zum Konzept ausgesucht und sorgt für Gemütlichkeit. So gibt es zahlreiche Sitzmöglichkeiten für die Gäste. Elemente wie Graffitis, Perserteppich, dicke, schwarze Kissen, Lampen, Topfpflanzen, ein Kicker und Brettspiele sorgen für eine wohnliche Atmosphäre. Die angrenzende „plug in-Zone“ in der Art eines Co-Working-Space mit Business Center, Computern, zahlreichen Steckdosen, USB-Steckern und kostenfreiem Internet bietet komfortable Arbeitsmöglichkeiten. Ein kleiner, durch eine Glaswand abgetrennter Meetingroom kann zudem kostenlos genutzt werden. Eine Bibliothek – Bücher beispielsweise zur Geschichte und zu Sehenswürdigkeiten Berlins sind im ganzen Haus zu finden – und ein (kinderfreies) Musikzimmer, in das man sich hinter Glas zurückziehen kann, vervollständigen den Open Space. Für die digital-affinen Reisenden werden regelmäßig die neuesten Handyfotos aus Moxy-Häusern weltweit auf den Screen im Eingangsbereich eingespielt. Auch in Berlin werden die Gäste angehalten, für das digitale Moxy-Gästebuch Beiträge zu erstellen.

All das soll Marriott den Weg in die Zukunft weisen. „Moxy wurde ins Leben gerufen, um auf die sich ständig wandelnden Bedürfnisse der nächsten Generation von Reisenden zu reagieren“, bringt John Licence, Vice President Premium und Select Brands bei Marriott International Europe das Markenkonzept auf den Punkt. Uwe Lehmann

stats