Wiedereröffnung

Grand Opening im Öschberghof

Öschberghof
Neues und altes Hideaway im Schwarzwald: Der Öschberghof startet diese Woche wieder richtig durch
Neues und altes Hideaway im Schwarzwald: Der Öschberghof startet diese Woche wieder richtig durch

Aus der früheren Aldi "Filiale 53" wurde ein Luxus-Hideaway. Zur Eröffnung gab es in Donaueschingen ein rauschendes Fest mit viel Prominenz und einem Überraschungsgast kurz vor Mitternacht.

DONAUESCHINGEN. Nach mehr als drei Jahren Bauzeit ist das Luxushotel Öschberghof am Freitagabend in Donaueschingen offiziell wiedereröffnet worden. Rund 240 Gäste feierten beim Grand Opening bis tief in die Nacht, darunter viele Prominente. Reinhold Beckmann moderierte in perfektem Zusammenspiel mit Hotelchef Alexander Aisenbrey. Baden-Württembergs Tourismusminister Guido Wolf (CDU) forderte deutlich verbesserte Rahmenbedingungen für Hotellerie und Gastronomie. Viele CEOs und Hoteliers waren angereist und auch Marcel Reif, Uli Hoeneß, Philipp Lahm, Clemens Tönnies sowie Führungsexperte Boris Grundl. Bei der Zubereitung des Dinners wechselten sich die Spitzenköche Manuel Ulrich (Öschberghof), Alfons Schuhbeck, Boris Rommel (Le Cerf, Wald- und Schlosshotel Friedrichsruhe) und Christoph Rüffer (Haerlin, Vier Jahreszeiten Hamburg) ab. Als Überraschungsgast heizte Popsänger Sasha den Gästen kurz vor Mitternacht ein.

Das Hotel liegt etwa in der Mitte zwischen Zürich und Stuttgart. Es gehört zu Aldi Süd, wurde 1976 gebaut, zunächst "Filiale 53" genannt, und nun für mehr als 55 Mio. Euro erweitert sowie auf den neuesten Stand gebracht. „Wir sind von einem schnuckeligen Landhotel zu einem internationalen Vorzeigeprojekt geworden“, sagte der Geschäftsführer von Aldi Donaueschingen, Alexander Hengst, der AHGZ.

Entsprechend kompliziert war die Bauphase, bei der die Absprachen mit den Gewerken in rund 100.000 E-Mails festgehalten wurden. Hotelchef Alexander Aisenbrey erklärte: „Ich habe eines unterschätzt. Es ist keine Wiedereröffnung, sondern eine Neueröffnung. Das Grand Opening ist ein schöner Abschluss nach dreieinhalb Jahren Ausnahmesituation. Wir durften etwas machen, was nicht unser Main-Business ist. Das hat uns an Grenzen geführt. Meine Mannschaft und ich sind froh, dass wir jetzt wieder Hoteliers sein können.“

Das Resort wurde von 73 auf 126 Zimmer erweitert, die Fläche des Spas auf 5000 Quadratmeter verdoppelt. Neu hinzugekommen ist das Gourmetrestaurant Ösch Noir, im sogenannten Esszimmer wurde die Zahl der Sitzplätze von 140 auf 220 aufgestockt. Zur sportlichen Betätigung steht ein 45-Loch-Golfplatz mit Driving Range, Akademie und Caddiehalle zur Verfügung. Das Tagungszentrum umfasst eine Fläche von 1000 Quadratmetern. Da der Öschberghof auch als Trainingslager punkten will, kamen ein Multifunktionssportplatz und ein Fußballfeld hinzu. Der Innenausbau trägt die Handschrift von Joi-Design.

Restaurant Ösch Noir als moderne Schwarzwaldstube

Mit einem gemütlichen Gemeinschaftsbereich wurde der Trend zum Wohnzimmer aufgegriffen. Es gibt dort eine Tagesbar und einen Kamin. Insgesamt hebt Aisenbrey das „in sich schlüssige Angebot“ hervor, das aus Ferienresort, Hideaway, Golf, Spa, Tagungsmöglichkeiten und Fine Dining bestehe. Nun will er an die Auslastung des alten Öschberghofs mit mehr als 80 Prozent anknüpfen.

Für das Gourmetrestaurant Ösch Noir ist der erst 31 Jahre alte Küchenchef Manuel Ulrich verantwortlich. Er sei ein Koch-Verrückter im positiven Sinne, meint Aisenbrey. „Es wäre ein Traum von uns, einen Stern zu erkochen. Er liefert ein geschmackliches Feuerwerk ab, bleibt aber dabei bodenständig.“

Aisenbrey war zur Jahrtausendwende Mitglied der Geschäftsleitung in der Traube Tonbach, und so unterstreicht er: „Die Traube Tonbach ist schon immer mein Ausgangspunkt des Gastronomischen und des gesamten Hotelerfolges. High Performance hat mich geprägt.“ Nun solle das Ösch Noir eine „moderne Schwarzwaldstube“ werden, sagte er an seinen früheren Chef Heiner Finkbeiner gerichtet. Bei dem kam das Gesamtwerk sehr gut an: „Mein Eindruck ist grandios“, resümierte er. „Es wurde mit viel Geschick Wunderbares geschaffen.“

„Die Gäste kommen auch wegen unserer tollen Mitarbeiter“, betonte Aisenbrey, der auch Vorsitzender der Initiative Fair Job Hotels ist. Die Beschäftigten profitieren von einem Haus mit 27 Personalwohnungen und einem Mitarbeiterrestaurant mit Chill-out Lounge. „Wir kochen frisch und der Ruf ist schon so gut, dass sich andere Firmen für die Mittagsverpflegung einkaufen wollen.“

Zu den hochkarätigen Gästen gehörten Ingo C. Peters (Vier Jahreszeiten), Dietmar Müller-Elmau (Schloss Elmau), Hermann Bareiss (Hotel Bareiss), Michaela Doll (Europa-Park Rust), Cyrus Heydarian (Breidenbacher Hof), Jürgen Gangl (Park Inn Berlin), Markus Fränkle (Der Blaue Reiter), David Depenau (Weissenhäuser Strand), der BW DEHOGA Vorsitzende Fritz Engelhardt, Hermann Bühlbecker (Lambertz), der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel und Karl Nüser (früher Nassauer Hof). rw
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