Gewerkschaft: Guido Zeitler neuer Vizechef de...
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Guido Zeitler neuer Vizechef der NGG

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Guido Zeitler: „Wer die tägliche Arbeitszeit ausdehnen will, spielt mit der Gesundheit der Beschäftigten.“
Guido Zeitler: „Wer die tägliche Arbeitszeit ausdehnen will, spielt mit der Gesundheit der Beschäftigten.“

Er folgt auf Burkhard Siebert, der aus persönlichen Gründen zurücktrat. Die vom DEHOGA vorgeschlagenen Änderungen des Arbeitszeitgesetzes lehnt Zeitler strikt ab.

Berlin. Der gelernte Hotelfachmann Guido Zeitler (45) ist neuer stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Er wurde auf einer außerordentlichen Beiratssitzung mit 91 Prozent der abgegebenden Stimmen gewählt. Das teilte die NGG am Mittwoch in Berlin mit.

Zeitler folgt auf Burkhard Siebert, der aus persönlichen Gründen zurücktrat und künftig wieder als Geschäftsführer der NGG-Region Heilbronn arbeitet. Zeitler ist seit 1999 bei der NGG und seit 10 Jahren Referatsleiter für das Gastgewerbe in der Hauptverwaltung. Außerdem ist er auch Verhandlungsführer in der Tarifrunde Systemgastronomie. Für die nächste Verhandlungsrunde am 6. und 7. April in Wiesbaden rief er die Arbeitgeber auf, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. „Wir lassen uns nicht mit ein paar Cent über Mindestlohn abspeisen.“

In seiner Antrittsrede lehnte Zeitler die vom DEHOGA vorgeschlagenen Änderungen des Arbeitszeitgesetzes strikt ab. Die Forderung, die tägliche Arbeitszeit auf bis zu 13 Stunden auszudehnen sei ein Schlag in Gesicht der Beschäftigten. Im Gastgewerbe werde seit jeher flexibel gearbeitet. „Wer die tägliche Arbeitszeit ausdehnen will, spielt mit der Gesundheit der Beschäftigten.“ Er warf den Arbeitgebern vor, seit Jahrzeiten gegen das Arbeitszeitgesetz zu verstoßen. Nun solle versucht werden, dies mit einer Gesetztesänderung zu legalisieren. rw

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