Investition: Hotel Rebstock erweitert auf his...
Investition

Hotel Rebstock erweitert auf historischem Grund

Hotel Rebstock
Gartenmauer als Erdgeschoss: So wird der Erweiterungsbau einmal aussehen.
Gartenmauer als Erdgeschoss: So wird der Erweiterungsbau einmal aussehen.

Würzburg. Zwanzig Jahre musste Christoph Unckell, geschäftsführender Gesellschafter des Best-Western-Premier-Hotels Rebstock in Würzburg, auf die Erfüllung seines „Lebenstraums“ warten: Seit

Würzburg. Zwanzig Jahre musste Christoph Unckell, geschäftsführender Gesellschafter des Best-Western-Premier-Hotels Rebstock in Würzburg, auf die Erfüllung seines „Lebenstraums“ warten: Seit November wird jetzt neben dem traditionsreichen 4-Sterne-Haus jenseits der Franziskanergasse im ehemaligen Klostergarten die acht Meter tiefe Baugrube für einen 11 Mio. Euro teuren Erweiterungsbau ausgehoben. Erste Pläne dazu stammen aus dem Jahr 1997, doch erst 2015 entschlossen sich die Ordensbrüder zur Abgabe ihres Grundstücks in Erbpacht. „Dieser Garten war für uns die einzige Chance zur Erweiterung“, begründet Unckell seine Ausdauer. Bevor die Bauarbeiten beginnen konnten, waren die Archäologen gefordert, denn seit dem Bau des 800 Jahre alten Franziskanerklosters waren Grabungen auf deren Grundstück unmöglich

Diese einmalige Chance zur Erkundung der Würzburger Frühgeschichte wurde nun vom Landesamt für Denkmalpflege genutzt – mit Erfolg: Fundstücke aus dem 13. Jahrhundert und einige noch ältere gehen nach ihrer Katalogisierung zur Hälfte ins Eigentum des Hotels über und sollen dort später ausgestellt werden.

Unckell: „Allein die mehrmonatigen Grabungsarbeiten kosten 900.000 Euro.“ Auch der Aushub der Baugrube darf mit Rücksicht auf weitere Funde nur schichtweise vorgenommen werden. Im Frühjahr soll mit dem Bau der aus Platzgründen nur über einen Autoaufzug erreichbaren zweistöckigen Tiefgarage (49 Stellplätze) und des 54 Doppelzimmer und einen Tagungsraum (150 Personen) fassenden Hoteltrakts begonnen werden.

Haupthaus und Neubau werden durch einen Gang verbunden. Die Eröffnung des Neubaus ist im Frühjahr 2019 geplant. Die 75-prozentige Kapazitätserweiterung auf 126 Zimmer (220 Betten) erfordert keine Veränderung der im Haupthaus vorhandenen Infrastruktur, sondern optimiert durch deren intensivere Auslastung bei annähernd gleichem Personalbestand die Wirtschaftlichkeit des Hotels. svd

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