Hotel scheitert bei Best-Preis-Klage

Köln. Expedia kann weiterhin die Sichtbarkeit von Hotels in seinem Listing verschlechtern, wenn es diese als weniger konkurrenzfähig erachtet. Das hat das Landgericht Köln entschieden und damit

Köln. Expedia kann weiterhin die Sichtbarkeit von Hotels in seinem Listing verschlechtern, wenn es diese als weniger konkurrenzfähig erachtet. Das hat das Landgericht Köln entschieden und damit eine Klage des Rheinhotels Dreesen abgewiesen.

Das Hotel hatte im Frühjahr 2016 festgestellt, dass es bei Expedia ohne Fotos und ohne Bewertungen dargestellt worden war. Dreesen war damals noch Vorsitzender des Hotelverbandes IHA. Es gab damals den Verdacht, dass dass das Hotel wegen Nichteinhaltung der Best-Preis-Klausel abgestraft werden sollte.

Allerdings: Dem Portal Expedia ist die Forderung nach dem „besten“ oder gleich günstigen Preis in Deutschland bislang auch noch nicht formal verboten worden. Das Kartellverfahren gegen Expedia läuft noch. Das Portal rechtfertigte sich im vergangenen Jahr zu dem Vorwürfen so: „Auf dem Expedia Marketplace können Hotels um die Sichtbarkeit gegenüber Verbrauchern, die die Webseite besuchen, konkurrieren.“ Und konkurrenzfähigere Angebote seien besser sichtbar als weniger konkurrenzfähige Hotels. Mögliche Interpretation: Wer sich nicht an die Best-Preis-Klausel hält, gilt offenbar als weniger konkurrenzfähig. rk

stats