Hotelmarkt Deutschland : Hoteliers rechnen 20...
Hotelmarkt Deutschland

Hoteliers rechnen 2017 mit steigenden Zimmerpreisen

Werner Dieterich
Attraktiv: In Stuttgart sollen die Zimmerpreise in diesem Jahr um 18 Prozent steigen. Das ist der Spitzenwert in Deutschland.
Attraktiv: In Stuttgart sollen die Zimmerpreise in diesem Jahr um 18 Prozent steigen. Das ist der Spitzenwert in Deutschland.

Aktuelle Studie: 2017 wird ein durchschnittlicher Brutto-Zimmerpreis von 120 Euro erwartet - ein Plus von 6 Prozent. In Stuttgart und Berlin soll der Anstieg am höchsten sein.

HAMBURG. Die Hotelbranche in Deutschland rechnet 2017 mit weiter steigenden Zimmerpreisen. Das besagt der  „Sentiment Report Hotelmarkt Deutschland“ von Engel & Völkers Hotel Consulting (EVHC) und HQ plus.

Die Studie beschäftigt sich mit den Erwartungen von Hotelmanagern an den Top-8-Hotelstandorten. Demnach wird für die Hotelzimmerpreise (Bruttoeinstandsrate) in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Stuttgart und Dresden im laufenden Jahr ein durchschnittlicher Anstieg von 6 Prozent auf 120 Euro erwartet.

Das höchste Wachstum wird dabei für Stuttgart mit einer Zunahme von 18 Prozent, gefolgt von Berlin mit 13 Prozent prognostiziert. „Die positive Stimmung auf Seiten der Hoteliers für 2017 bestätigt, dass Deutschland sich als einer der attraktivsten Hotelmärkte in Europa etabliert hat“, kommentiert Andreas Ewald, Geschäftsführender Gesellschafter der Engel & Völkers Hotel Consulting GmbH die Ergebnisse. 

Mit HQ plus sei es gelungen, einen Blick in die Zukunft aus Marktsicht zu werfen, indem wir das Ratenmanagement nahezu aller Beherbergungsbetriebe der Top-8-Hotelstandorte analysieren, so Andreas Ewald. Dafür wurde gemeinsam mit HQ plus ein eigens für die Analysen programmierter Algorithmus entwickelt. Die daraus resultierenden Erkenntnisse könnten zu einer höheren Investitionssicherheit bei der Beurteilung von Hotelimmobilien, vor allem in Bezug auf Standorte, Marktchancen und –risiken, beitragen.

Blick in die Zukunft

Schaut man auf die untersuchten Standorte für 2017 im Detail, zeigt sich die Stärke des deutschen Hotelmarkts. Abgesehen vom Schlusslicht Dresden liegen die prognostizierten Bruttoeinstandsraten über alle Kategorien in einer Bandbreite von 117 Euro bis 140 Euro. Die Stadt München führt traditionell das Preisranking an. Danach folgen die Städte Köln, Stuttgart und Frankfurt.

Beim Blick auf die einzelnen Segmente zeigt sich, dass in der Kategorie Luxus die größte Spanne zwischen den Bruttoeinstandsraten erwartet wird. Während ein Gast für ein 5-Sterne-Hotel in München durchschnittlich 354 Euro im Jahr 2017 zahlen soll, werden in Dresden mit 136 Euro rund 60 Prozent geringere Preise veranschlagt.

München beibt stark

Über alle Standorte hinweg liegt die durchschnittliche Bruttoeinstandsrate für das Luxus-Segment laut der Analyse bei 223 Euro. Die erwartete durchschnittliche Bruttoeinstandsrate im Mid- bis Upscale-Segment beträgt für das Jahr 2017 über alle Standorte rund 124 Euro. Ausgenommen der Städte München (142 Euro) und Dresden (83 Euro) soll die Preisspanne lediglich in einem Bereich von 125 Euro bis 132 Euro liegen.

2017 soll ein Budget-Zimmer in den Top-8-Hotelstandorten Deutschlands durchschnittlich rund 65 Euro kosten. Allerdings reicht die Spanne von 58 Euro (für Dresden) bis 92 Euro (für München). Auch die weiteren Standorte unterscheiden sich zum Teil deutlich. Während in der Messestadt Düsseldorf ein Budget-Zimmer nur einen Preis von 61 Euro im Durchschnitt erzielen soll, wird für die Budget-Hauptstadt Berlin ein Zimmerpreis von 70 Euro prognostiziert. red/hz

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