Deutscher Hotelimmobilien-Kongress: Hotelimmo...
Deutscher Hotelimmobilien-Kongress

Hotelimmobilien: Wie ist die aktuelle Lage?

Volker Lannert/Steigenberger
Ort des Geschehens: Der Deutsche Hotelimmobilien-Kongress findet im Steigenberger auf dem Petersberg in Königswinter statt
Ort des Geschehens: Der Deutsche Hotelimmobilien-Kongress findet im Steigenberger auf dem Petersberg in Königswinter statt

Auf dem Petersberg bei Bonn dreht sich am 19. und 20. Oktober bei der ahgz-Veranstaltung alles um Hotelimmobilien.

KÖNIGSWINTER. Gastgeber des Deutschen Hotelimmobilien-Kongresses 2020 ist der neue Direktor Raoul Hoelzle des Steigenberger Grandhotel & Spa Petersberg, zuvor Hotel Manager im Steigenberger Frankfurter Hof. Er ist der Nachfolger von Michael Kain, der als General Manager ins Steigenberger Hotel Bad Homburg wechselte. Bei der Veranstaltung, die live vor Ort stattfindet und über ein zertifiziertes Corona-Schutzkonzept verfügt, treffen sich zahlreiche Experten aus Hotellerie und Immobilienbranche, um Informationen auszutauschen und die Situation zu analysieren. Denn Hotelimmobilien sind ebenso wie Einzelhandelsimmobilien – sofern sie nicht dem Lebensmitteleinzelhandel zuzurechnen sind – besonders von Corona betroffen.

Unterschiede je nach Standort und Betriebstyp

Kein Hotel in Deutschland blieb und bleibt von Umsatzeinbußen während der Corona-Pandemie verschont, die Gründe sind hinlänglich bekannt. Doch nach dem Lockdown entwickeln sich bestimmte Betriebsarten und Standorte besser, andere unerwartet schlechter als zunächst angenommen. Ein großes Ungleichgewicht besteht zudem zwischen denjenigen Betrieben, die sich im Eigentum der Betreiber befinden, und gepachteten Betrieben, deren Verpächter in puncto Pachtzahlungen wenig oder gar keinen Verhandlungsspielraum bieten. Das heißt, die legitimerweise bis zu drei nicht bezahlten Monatsmieten ihrer Pächter zwischen April und Juni lediglich stunden und auf Rückzahlung bis 2022 bestehen.

Die Unternehmensberatung Hotour aus Frankfurt hat die Krisenresistenz der Hotellerie und ihre mittelfristigen Performance stets im Blick und greift dazu auch auf ein selbst entwickeltes Monitoring-System zurück, über das von Benchmark-Anbietern wöchentlich Daten ausgewählter Destinationen abgefragt werden. „Daran kann man gut absehen, dass zum Beispiel in diesem Sommer München wesentlich schlechter abgeschnitten hat als beispielsweise Hamburg“, so Hotour-Geschäftsführerin Martina Fidlschuster, die auch als Referentin beim Kongress auftritt. „Es liegt auf der Hand: Städte, die von jeher mehr auf internationale Gäste und Flugverbindungen ausgerichtet sind, leiden ganz besonders. Im Gegensatz dazu kann eine touristisch besonders attraktive Stadt wie Hamburg, die üblicherweise mehr von der Binnennachfrage profitiert, zudem für Gäste aus Skandinavien und Benelux mit dem Auto erreichbar ist und auch noch auf dem Weg zu einem Strandurlaub an Ost- oder Nordsee liegt, alle Standortvorteile gleichzeitig ausspielen.“

Ausblick Konjunktur und Pläne bei Steigenberger

Obwohl kein Ereignis der vergangenen 70 Jahre die deutsche Wirtschaft so stark beeinträchtigt hat wie die Corona-Pandemie, brachte der Sommer etwas Hoffnung, so die Einschätzung von

Prof. Dr. Michael Grömling in der aktuellen Konjunkturprognose des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW). Wie Prof. Grömling die weitere Entwicklung beurteilt, erfahren die Teilnehmer beim 12. Deutschen Hotelimmobilien-Kongress am 20. Oktober 2020.

In seinem Gespräch mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Deutsche Hospitality, André Witschi, wird ahgz-Chefredakteur Rolf Westermann die Strategie des deutschen Hotelkonzerns beleuchten. Die Steigenberger-Mutter will in den kommenden Jahren massiv wachsen und auch weitere Gesellschaften übernehmen. Wie diese Pläne in die Tat umgesetzt werden sollen, ist Thema des Live-Interviews.

HIER können Sie sich zum 12. Deutschen Hotelimmobilien-Kongress anmelden, oben rechts finden Sie das Kongress-Programm. red/beh

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