HRS-Auswertung: Hotelpreise steigen deutschla...
HRS-Auswertung

Hotelpreise steigen deutschlandweit an

In fast allen großen Städten konnten die Hoteliers im 1. Quartal 2017 höhere Raten erzielen als im Vorjahreszeitraum. Besonders gut lief es in München, Düsseldorf und Köln.

KÖLN. Die deutsche Stadthotellerie ist gut in das Jahr 2017 gestartet. Das lässt zumindest eine Auswertung des Buchungsportal HRS zum 1. Quartal des laufenden Jahres annehmen. Demnach sind die Preise für eine Nacht im Hotel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in bundesweiten Durchschnitt um 2,4 Prozent auf 87 Euro gestiegen.

Große Messen steuern vielerorts das Geschäft

München, traditionell der Spitzenreiter bei den Hotelpreisen auf dem deutschen Markt, wurde laut HRS-Auswertung zwischen Januar und März 2017 jedoch von Düsseldorf, Frankfurt/M. und Köln überholt. Denn während die durchschnittlich erzielte Zimmerrate in der Bayernmetropole nur bei 103 Euro lag, belief sie sich in Düsseldorf auf 104 Euro, in Frankfurt auf 107 Euro und in Köln sogar auf 108 Euro. Treiber dieser Entwicklung dürften vor allem der Karneval sowie große Messen, darunter die Imm Cologne, die Süßwarenmesse ISM in Köln oder die Boot Düsseldorf gewesen sein. Prozentual gesehen konnte München trotzdem zulegen. Im Vergleich zum 1. Quartal 2016 erhöhten sich dort die Raten um 6,2 Prozent, vermutlich auch aufgrund der Messe Bau, die nach einem Jahr Pause in diesem Jahr wieder dort stattfand.

Die geringsten Raten unter den deutschen Großstädten erzielte Dresden mit 73 Euro für eine Übernachtung. Hier sind die Preise weitgehend gleich geblieben. Als einzige deutsche Destination im Minus liegt Nürnberg, wo die Durchschnittsraten um 2,1 Prozent auf 94 Euro gefallen sind.

Aufwind in Moskau, Flaute in Istanbul

Mit Blick auf Europa bleibt Zürich die teuerste Stadt der Auswertung (175 Euro), global ist Washington mit 242 Euro an der Spitze. Verhältnismäßig wenig zahlen Reisende in Prag, wo kostete die Nacht im Hotel im Schnitt 67 Euro kostete. Günstiger wird derzeit auch Istanbul. In der türkischen Hauptstadt sanken die Raten im 1.Quartal im Schnitt um 6,3 Prozent auf 74 Euro. Moskau konnte hingegen mit einem Plus von 26,5 Prozent auf 105 Euro wieder deutlich aufholen. red/rk

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