Ifo Geschäftsklimaindex: Stimmung im Gastgewe...
Ifo Geschäftsklimaindex

Stimmung im Gastgewerbe bessert sich

IMAGO/MASKOT
Im Gastgewerbe schaut man vorsichtig optimistisch in die wirtschaftliche Zukunft.
Im Gastgewerbe schaut man vorsichtig optimistisch in die wirtschaftliche Zukunft.

Während Unternehmen der deutschen Wirtschaft ihre Lage insgesamt den 4. Monat in Folge pessimistisch abschätzen, tasten sich gastgewerbliche Betriebe langsam an ihren langjährigen Durchschnittswert heran – und vermelden damit sogar die beste Stimmung seit Pandemiebeginn.


Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima demnach leicht verbessert. Im Gastgewerbe und Tourismus ist nach der großen Skepsis im Vormonat laut Ifo Institut eine gewisse Zuversicht zurückgekehrt. So bewerten zwar viele gastgewerblichen Betriebe die aktuelle Geschäftslage als eher negativ, setzen zugleich Hoffnungen in die geschäftliche Entwicklung der kommenden sechs Monate. Bedeutet: Der Saldo-Wert zum Geschäftsklima liegt für das Gastgewerbe im Oktober bei 8,57. Das ist der beste Wert seit Krisenbeginn und zugleich nahe dem langjährigen Monatsdurchschnittswert (seit 2005) von 8,75. Für die deutsche Gesamtwirtschaft liegt dieser Wert bei rund 12,2.

Dabei gibt es eine kleine Differenz zwischen Hoteliers und Gastronomen. Beherbergungsbetriebe bewerten sowohl ihre aktuelle Lage wie auch die geschäftlichen Erwartungen jeweils mit einer leichten Mehrheit positiv. Die Betreiber von Restaurants beurteilen dagegen die momentane wirtschaftliche Lage mehrheitlich negativ, dafür schauen bei der Frage nach den Erwartungen deutlich mehr positiv in die Zukunft.
In der deutschen Gesamt-Wirtschaft hat sich die Stimmung dagegen weiter eingetrübt, und zwar den vierten Monat in Folge. Insbesondere die Erwartungen für die kommenden sechs Monaten sind immer mehr von Skepsis geprägt. Auch die aktuelle Lage schätzen die Unternehmen weniger gut ein. Lieferprobleme machen den Firmen zu schaffen. Sand im Getriebe der deutschen Wirtschaft hemmt die Erholung, meldet das Ifo Institut, das monatlich mehr als 9.000 Unternehmen zur Einschätzung ihrer wirtschaftlichen Lage befragt.

So funktioniert die Ifo-Konjunktur-Umfrage

Das Ifo Institut befragt monatlich rund 9.000 Unternehmen unter anderem zu ihrer Selbsteinschätzung der  Geschäftslage – sowohl zur aktuellen Situation wie auch Erwartungen für die nahe Zukunft (6 Monate). Dabei kommt ein Saldenmodell zum Einsatz. Die Befragten haben zu jedem Aspekt drei Antwortmöglichkeiten: positiv, neutral und negativ. Die Antworten werden gegengerechnet. So ergeben sich theoretisch Werte von -100 (alle Befragten äußern sich negativ) bis 100 (alle Befragten antworten positiv). 

Der Wert zum Geschäftsklima ist dabei ein Durchschnittswert aus den aktuellen Einschätzungen der Geschäftslage sowie den Erwartungen der Entwicklung in den kommenden sechs Monaten.

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