Strukturwandel: In der Schweiz wird es für kl...
Strukturwandel

In der Schweiz wird es für kleinere Hotels eng

Die Zahl der Hotelbetriebe in den Berggebieten der Eidgenossenschaft nimmt schon seit einigen Jahren ab. Die verbleibenden Betriebe werden tendenziell größer.

BERN. Die Schweizer Alpen sind zwar weiterhin ein attraktives Urlaubsziel. Kleinere Hotels habe es dort aber dennoch schwer. Das zeigen aktuelle Zahlen des Schweizer Bundesamts für Statistik. Demnach hat sich die Zahl der Hotels in den Bergen in den vergangenen zehn Jahren von 3035 auf 2632 reduziert. Auch die Zahl der Logiernächte ist zurückgegangen.

Das Geschäft wird kurzfristiger

„In der Schweizer Hotellerie ist der Strukturwandel seit mehreren Jahrzehnten im Gang: Die Größe der Betriebe nimmt zu, während ihre Anzahl abnimmt“, erläutert der Schweizer Hotelverband Hotelleriesuisse. Und angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage in den wichtigsten Quellmärkten sei die Tourismusbranche der Eidgenossenschaft in den vergangenen Jahren zunehmend unter Druck geraten. Tendenziell geraten derzeit vor allem 3-Sterne-Hotels unter Druck, weil es in dieser Kategorie eine große Anzahl an kleineren Betrieben gebe.

Hotelleriesuisse nennt noch weitere Gründe für die Probleme der Hoteliers in den alpinen gebieten: So würden diese häufig von inländischen Gästen besucht, die zunehmend kurzfristig buchen und dabei Faktoren wie Wetter- oder Schneeverhältnisse mit einbeziehen. Diese Tendenz erschwere den Hoteliers die Planung ihrer Saison. Ländliche Regionen würden zudem generell weniger von Fernreise- und Geschäftstouristen besucht, Hier spiele auch der Faktor Zeit eine wichtige Rolle, wie zum Beispiel die Distanz vom Flughafen zum Hotel.

Tipps für Hoteliers

Um auch in Zukunft erfolgreich sein zu können, empfiehlt der Verband den Hoteliers, sich klar zu positionieren und auf bestimmte Gästegruppen auszurichten. Dieses besondere Angebot sollte dann klar in den Vordergrund gestellt werden. Dazu sollten die der Zielgruppe entsprechenden Kommunikationskanäle gewählt werden.

Die generelle Tendenz für den Schweizer Tourismus habe sich unterdessen wieder verbessert. In einer Mitglieder-Umfrage, die Hotelleriesuisse im September 2016 erhoben hat, schätzten rund die Hälfte der befragten Hoteliers, dass die aktuelle Wintersaison im Vergleich zum Vorjahr stabil blieben wird. Auch waren die Unternehmer der Absicht, die Preise mehrheitlich stabil zu halten. red/rk

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