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Insolvenz

Trotz Lockdown: Nachfolgelösung für elf Hotels

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Holiday Inn Express: Acht Häuser dieser Marke waren in dem Portfolio von Tidal Operations Germany und haben nun einen neuen Betreiber gefunden
Holiday Inn Express: Acht Häuser dieser Marke waren in dem Portfolio von Tidal Operations Germany und haben nun einen neuen Betreiber gefunden

Für den Betrieb von bundesweit elf Hotels des insolventen Hotelbetreibers Tidal Operations Germany hat der Insolvenzverwalter eine Nachfolgelösung gefunden. Die Häuser unter den Marken Holiday Inn, Holiday Inn Express und Crowne Plaza wurden zum 1. März von der Westmont Hospitality Group übernommen.

Wie der Insolvenzverwalter Michael Bremen von der Pluta Rechtsanwalts GmbH weiter mitteilt, will der  weltweit agierende Hotelbetreiber Westmont Hospitality Group (Westmont) damit seine Position im deutschen Markt stärken. Die Hotels bleiben weiterhin im Portfolio von Invesco Real Estate und sollen wieder eröffnet werden, sobald dies möglich ist. Ein wesentliches Bestreben in dieser gemeinsamen Lösung war der Erhalt der 296 Arbeitsplätze in den Hotels, so die Pluta GmbH.

Zu dem Portfolio des insolventen Betreibers zählen das Crowne Plaza Hamburg City Alster, das Holiday Inn München City Centre, das Crowne Plaza Heidelberg (ehemals Hotel Schrieder) sowie acht Holiday Inn Express Hotels (Berlin City Centre, Dortmund, Düsseldorf City Centre North, Frankfurt Airport, Frankfurt Messe, Köln Troisdorf, Köln Mülheim sowie München Messe). Der Betreiber ist nicht Eigentümer der Hotelimmobilien.

Seit Insolvenzeröffnung am 1. September 2020 hatte Michael Bremen unter Einschaltung eines branchenerfahrenen Hotelmanagements die Hotelbetriebe trotz geringer Auslastung fortgeführt. Dies geschah nach Vereinbarung mit den Vermietern und dem Lizenzgeber der Hotelmarken. Mit dem Lockdown ab November 2020 wurden die Betriebe in einen closed-to arrival-Status versetzt. Dieser lässt zwar keine Beherbergung, aber Buchungen direkt in den Hotels oder über die gängigen Onlineportale für Übernachtungen sowie künftige Veranstaltungen und Kongresse nach wie vor zu.

„Die übertragende Sanierung unter Lockdown-Bedingungen war eine enorme Herausforderung für alle Beteiligten", so Sanierungsexperte Bremen. "Sie wäre ohne die teilweise Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld auch im Insolvenzverfahren und die Verlustfinanzierung durch die Eigentümer der Hotels nicht möglich gewesen." 

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