Booking.com-Studie: Interesse an nachhaltigen...
Booking.com-Studie

Interesse an nachhaltigen Unterkünften steigt

Hotels, die sich in Sachen Umweltschutz engagieren, sind offenbar gefragt. Der Begriff Nachhaltigkeit hat im Reisesektor aber noch weitere Bedeutungen.

BERLIN. Der Umweltschutz ist offenbar in den Köpfen der Touristen angekommen. Die Mehrheit der weltweit Reisenden ist nämlich bereit, dafür gewisse Einschränkungen hinzunehmen. Laut einer aktuellen Umfrage von Booking.com würden 94 Prozent in Unterkünften mit Energiesparlampen übernachten, 89 Prozent finden es in Ordnung, wenn die Klimaanlage und die Heizung nur laufen, wenn sie sich tatsächlich im Zimmer befinden und 80 Prozent würden in Unterkünften mit Wassersparduschen übernachten.

Booking.com hat für seine aktuelle Nachhaltigkeitsstudie zusammen mit dem Marktforschungsunternehmen Lightspeed Research mehr als 1000 Reisende in 11 Ländern befragt. Unter ihnen können sich mehr als zwei Drittel (65 Prozent) vorstellen, im Jahr 2017 mindestens einmal eine umweltfreundliche oder „grüne” Unterkunft zu buchen. Das ist eine deutliche Steigerung zum Vorjahr, also nur 34 Prozent sich das vorstellen konnten. Der Wunsch nach einer nachhaltigen Unterkunft ist auch bei deutschen Reisenden groß. Hierzulande wäre es immerhin für mehr als die Hälfte (59%) denkbar, eine nachhaltige Unterkunft zu wählen.

Weltweit bezeichnen sich laut der Befragung inzwischen 46 Prozent der Teilnehmer als Menschen, die nachhaltig reisen. Diese Zahl ist jedoch relativ, denn „nachhaltiger Tourismus” hat eine Vielzahl an Bedeutungen, wie die Studie zeigt. Für 56 Prozent der Befragten bedeutet es, dass die Unterkunft umweltfreundlich sein soll. Für etwas mehr als ein Drittel der weltweit Befragten (38%) bedeutet nachhaltiges Reisen, dass sie Wasser sparen, indem sie Handtücher und Bettwäsche mehrfach verwenden. Für viele ist der Begriff nachhaltiges Reisen gleichbedeutend mit einem authentischen Erlebnis. Und für rund ein Drittel ist der Kauf von regional produzierten Produkten und die Unterstützung einheimischer Künstler ein Aspekt von nachhaltigem Tourismus.

„Die Lust auf nachhaltiges Reisen ist ungebrochen“, fasst Pepijn Rijvers, Chief Marketing Officer, zusammen. Das Portal will dabei eine besondere Rolle als Vermittler zwischen Reisenden und Unterkünften einnehmen, zum Beispiel, indem es Nachhaltigkeitsbestrebungen der Hotelpartner ermittelt, um die Nutzern auf dem Portal darüber zu informieren. Zudem Booking.com kürzlich ein Start-ups-Programm zum Thema nachhaltigen Tourismus ins Leben gerufen. Angesprochen sind Neugründungen, die sich für nachhaltigen Tourismus in den folgenden Bereichen engagieren: Umweltschutz, Erhalt des kulturellen Erbes oder die Förderung von nachhaltigem Tourismus, der die Entwicklung der regionalen Wirtschaft und Communities unterstützt. Das dreiwöchige Förder-Programm namens „Booking.com Booster“ findet im Juni 2017 in Amsterdam statt und gipfelt in einem Pitch um Förderungen von bis zu 500.000 Euro. red/rk

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