Ärger mit Booking.com: Jetzt sollen Gäste vom...
Ärger mit Booking.com

Jetzt sollen Gäste vom Schwarzen Bock umgebucht werden

Hotel Schwarzer Bock
Mutige Gastgeber: Meike Appel-Fuhrmann und Christian H. Fuhrmann wollen sich von Booking.com unabhängig machen
Mutige Gastgeber: Meike Appel-Fuhrmann und Christian H. Fuhrmann wollen sich von Booking.com unabhängig machen

Nachdem Hotelier Christian H. Fuhrmann sich in einem Youtube-Video über Booking.com beschwert hatte, sucht das Portal nun offenbar nach alternativen Unterkünften für bereits getätigte Buchungen.

ANSBACH/FRANKEN. Das Hotel Schwarzer Bock ist eigentlich derzeit ganz normal geöffnet. Dennoch sucht Booking.com nun nach anderen Unterkünften für Gäste, die dort bereits gebucht hatten. Denn das Portal geht offenbar weiterhin davon aus, dass das Hotel derzeit geschlossen ist, wie Hoteliers Christian H. Fuhrmann bereits vor wenigen Tagen in einem emotionalen Youtube-Video berichtete.

Der ahgz teilte Fuhrmann daraufhin mit: "Es geht weiter. Booking fragt jetzt per Mail, wo wird den Gast an statt bei uns im Haus in der Nähe unterbringen wollen, da wir ja geschlossen sind", berichtet er. Ein Statement von Booking,com zu diesem Thema ist angefragt und wird auf ahgz.de veröffentlicht, sobald es vorliegt.

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Hotel Schwarzer Bock
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Möglicherweise gab es Verwirrungen um das Hotel, weil Fuhrmann den Vertrag mit dem Online-Portal für den Schwarzen Bock zum Jahresende gekündigt hat. Allerdings hatte er der angeblichen Schließung - nachdem Booking.com dies einmal angesprochen hatte - umgehend widersprochen. Im Youtube-Video hatte er zudem über hohe Provisionen gewettert. Diese sind für ihn ein gewichtiger Grund, nicht mehr mit dem Portal zusammen zu arbeiten.

Für den Zeitraum, bevor die Kündigung wirksam werden soll, sind aber natürlich noch Buchungen über Booking.com für das Ansbacher Privathotel eingegangen. Diese will Hotelier Fuhrmann nun umshiften, indem er die Kunden motiviert, bei Booking.com zu stornieren und stattdessen direkt im Hotel zu buchen. Jeder, der das so handhabt, soll dann vor Ort von ihm persönlich ein Freibier bekommen. 

Alternative Vermarktungwege?

Und wie will der Schwarze Bock sich dann langfristig ohne Booking.com vermarkten? "Ich denke wir werden nicht ganz auf OTAs verzichten. Es gibt eben einige, die sehr kundenunfreundlich", sagt Fuhrmann auf ahgz-Anfrage. "Wir arbeiten mit denen, die uns am wenigsten Ärger bereiten und die kleinsten Zeitfresser sind - momentan ist das trivago und Tripadvisor, und mit Reiseveranstaltern." Zudem ist das Hotel auf Social-Media-Kanälen aktiv, sowie bei Tourismuskooperationen wie Historic Hotels oder Burgenstraße und erhofft sich dadurch Marktpräsenz auch im Netz. Familie Fuhrmann will zudem mehr direkt verkaufen und dafür auch mal in Kauf nehmen, wenn mal ein Zimmer leer bleibt. 

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