Kettenhotellerie: Deutsche Hospitality plant ...
Kettenhotellerie

Deutsche Hospitality plant Börsengang

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Das Steigenberger Flaggschiff in Deutschland: Der Frankfurter Hof in Frankfurt am Main
Das Steigenberger Flaggschiff in Deutschland: Der Frankfurter Hof in Frankfurt am Main

Der Kapitalzufluss soll für eine gewaltige Expansion des Unternehmens genutzt werden.

Die Steigenberger Muttergesellschaft Deutsche Hospitality könnte bald an die Börse gehen. CEO Marcus Bernhardt, seit Herbst vergangenen Jahres im Amt, hat das gegenüber dem Handelsblatt bestätigt: "Wir haben uns bereits Überlegungen über einen IPO gemacht", so Bernhardt. Der 60-jährige Schweizer kennt sich damit aus. Im Jahr 2015 hat Bernhardt für seinen damaligen Arbeitgeber Europcar einen Börsengang auf den Weg gebracht, der dem Autovermieter 850 Mio. Euro in die Kassen gespült  hat.

Dieses Know-how  dürfte den chinesischen Steigenberger-Eigentümer Huazhu dazu bewogen haben, so das Handelsblatt, den vormaligen CEO Thomas Willms durch Bernhardt zu ersetzen, obwohl unter Willms Umsatz und Gewinn der Deutschen Hospitality gestiegen sind.

Das Kapital aus dem wahrscheinlichen Börsengang soll in eine kräftige Expansion der Deutschen Hospitality fließen. Derzeit betreibt das Unternehmen 125 Häuser der Marken Steigenberger, Maxx by Steigenberger, Intercityhotel, Zleep und Jaz in the City. Daraus sollen binnen fünf Jahren 600 bis 700 werden. So lautet  der Auftrag des Huazhu-Hauptaktionärs Ji Qi.
Erreicht werden soll dieses Ziel durch jährlich 25 Neueröffnungen. Außerdem sollen Zukäufe von Wettbewerbern das Portfolio vergrößern, so Bernhardt bereits im vergangenen Dezember im Gespräch mit ahgz-Chefredakteur Rolf Westermann. Übernahmen in Deutschland sind dabei nicht vorgesehen. Im Fokus sind Süd- und Osteuropa sowie Lateinamerika.  „Huazhu will unter die Top drei der Hotelkonzerne weltweit aufsteigen, sagt Marcus Bernhardt. Aus der Deutschen Hospitality soll ein Unternehmen werden, das zu den größten in Europa zahlt, so der CEO.

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