Neueröffnung: Kinder geben hier den Ton an
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Kinder geben hier den Ton an

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Planschen mit Blick auf das Bergmassiv: Das Außenbecken im Kinderhotel Dachsteinkönig wird von Groß und Klein gemeinsam genutzt.
Planschen mit Blick auf das Bergmassiv: Das Außenbecken im Kinderhotel Dachsteinkönig wird von Groß und Klein gemeinsam genutzt.

Gosau. Erholung für die ganze Familie auf hohem Niveau – dafür steht Hotelier Ernst Mayer mit seiner Marke Leading Family Hotel. Sowohl am Standort Lermoos (Tirol) sowie in Oberjoch (Allgäu)

Neueröffnung: Kinder geben hier den Ton an



Gosau. Erholung für die ganze Familie auf hohem Niveau – dafür steht Hotelier Ernst Mayer mit seiner Marke Leading Family Hotel. Sowohl am Standort Lermoos (Tirol) sowie in Oberjoch (Allgäu) gelingen ihm Durchschnittsraten und eine Auslastung, von der viele Wettbewerber träumen. Nun hat er in Oberösterreich sein drittes Kinderhotel eröffnet: Das Leading Family Hotel & Resort Dachsteinkönig. Hierbei handelt sich um das erste Neubauprojekt, bei dem Mayer auf 56.000 Quadratmeter alles maßgeschneidert umsetzen konnte, was er aus fast 30 Jahren als Kinder-Hotelier an Erfahrung im Gepäck hatte. Die Gesamtinvestition betitelt Mayer mit 44 Mio. Euro, zu 25 Prozent ist ein weiterer Investor mit im Boot, der aber im Hintergrund bleibt.

Mayer, der auch Vorstand in der österreichischen Hotelkooperation Kinderhotels ist und alle seine Hotels darüber vermarktet, betont: „Ich habe diesmal viele Innovationen möglich machen können, weil ich die Hardware des Hotels frei gestalten konnte.“ Obwohl er in der Lobby, den Aufenthaltsbereichen und Unterhaltungsarealen auf Großzügigkeit geachtet hat, ist über die regionale Bauweise und den alpenländischen Stil auch Gemütlichkeit entstanden. Raumteiler, zumeist aus Holz, sorgen für eine klare Abgrenzung der unterschiedlichen Bereiche. Allerorts bodentiefe Fenster lassen viel Licht in die Gebäude.

Das Familienleben spielt sich hauptsächlich im Erdgeschoss ab. In der Lobby gibt es den ganzen Tag über Getränke, Snacks und Eis. Aber eben auch viel Platz für Loungemöbel und Sitzschaukeln, dazu in der Weihnachtszeit ein Lebkuchenhaus und der Kleintierzoo hinter Glas. „Das ist wirklich eine Innovation“, so Mayer. Direkt angeschlossen ist die Hotelbar. Von hier ist es auch nur einen Katzensprung in den Restaurantbereich, wo den Gästen dreimal pro Tag ein Buffet angeboten wird. Auch hier darf im Kletterareal oder an zwei Touchpad-Computern gespielt werden.

Ebenfalls an die Lobby angebunden sind die Indoor-Spielplätze und der betreute Kinderclub. „Die Kinderbetreuung ist ab dem siebten Lebenstag möglich“, sagt Mayer stolz. Die Mini-Gästen haben einen eigenen, geschützten Bereich mit Krabbelmöglichkeiten und flauschigem Spielzeug, sogar Gitterbettchen stehen bereit. Die größeren Kinder toben im Klettergarten oder belagern die Bowling-Bahn. Für Unterhaltung und Sicherheit sorgen 20 qualifizierte Kinderbetreuer. Ein Piepser – der liebevoll Schutzengel genannt wird – schlägt Alarm, sollte ein Zwerg ausbüchsen. Aber auch Teenies trifft man hier bei gemeinsamen Brettspielen, Billard oder Tischtennis. In der Turnhalle wird Fußball gespielt. Im Theater zeigen die Kinder einstudierte Stücke, im Kino laufen Filme.

„Wir schenken den Eltern Zeit und sie bezahlen uns gut dafür“, betont Mayer. So liegt hinter der Kinderbetreuung ein hochwertig ausgestatteter Fitnessraum mit Blick auf das Dachstein-Bergmassiv, daneben gleich der Schwimm- und Wellnessbereich. Mit Baby-Planschbecken, Wasserspielplatz und Riesen-Reifenrutsche, aber auch sechs Saunen, zwölf Behandlungsräumen und Ruhezonen kommen alle Gäste auf ihre Kosten. „Wir sind ein Kinderhotel, wollen aber dennoch Dienstleistung und Wellness auf hohem Niveau bieten“, so Mayer. So zeichnet sich schon am Eröffnungswochenende ab, dass Mütter wie Väter sich reichlich Massagen und Behandlungen gönnen.

Mit All-inclusive-Verpflegung (ohne alkoholische Getränke) und einer offiziellen Hotelklassifizierung von 4-Sterne-superior bezahlt der Erwachsene ab 210 Euro pro Nacht in der Familiensuite. Die Zimmereinheiten aus Schlafbereich plus Lounge mit Fernseher, dem Kinderzimmer und einer Kuschel-Spielhöhle beinhalten im Übernachtungsspreis auch eine Babyausstattung. Zusätzlich zu 105 Suiten auf drei Stockwerken gibt es eine weitere Übernachtungskategorie: 12 hochwertig ausgestattete Chalets, zum Teil mit eigener Sauna und Blick auf die Berge. „Das haben wir erstmalig für größere Familien.“ Der Bau weiterer Chalets ist bereits geplant“, so Mayer.

Im ersten Jahr kalkuliert der Unternehmer mit einem Durchschnittspreis von 400 Euro pro Erwachsener am Tag und einer Auslastung von 75 Prozent. „Das schaffen wir auf jeden Fall“, sagt er. Nicht nur der spektakuläre Blick auf die Berge – so auch vom Außenpool aus – ist ein Pluspunkt des Resorts, sondern auch die Nähe zum Skigebiet Dachstein-West: 100 Meter Luftlinie zum Sessellift. Die Jüngsten lernen den Sport am Zwergerllift hinter dem Hotel. Praktisch: Der Skiverleih befindet sich im Hotel, im Sportshop hinter der Rezeption.

Der starke Start – das Hotel ist seit einem Jahr ausschließlich direkt buchbar und „bestens ausgelastet“ – bringt auch Mayers Sohn Florian zum Strahlen, der im Dachsteinkönig sein Debüt als Hoteldirektor feiert. Der 30-Jährige, dessen Vorbild in Sachen Motivation und Mitarbeiterführung Bodo Janssen ist, will ein attraktiver Arbeitgeber sein: „Gute Bezahlung, Arbeitsdokumentation, Urlaub nach Wunsch, Nutzung der Hotelinfrastruktur, Hilfe bei der Wohnungssuche. Wir stellen auch die Kaution,“ sagt er. So hatte er keine Probleme, gutes Fachpersonal zu finden. Bisher arbeiten 105 ganzjährig angestellte Mitarbeiter im Hotel, weitere 20 kommen noch dazu.

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