Haumann-Urteil: Kläger erwägen Überprüfung de...
Haumann-Urteil

Kläger erwägen Überprüfung des Gerichtsentscheids

Norbert Krupp
Beratungen laufen noch: Kläger Matthias Ganter mit Rechtsanwälten bei einer früheren Verhandlung
Beratungen laufen noch: Kläger Matthias Ganter mit Rechtsanwälten bei einer früheren Verhandlung

Hotelier Matthas Ganter äußert sich für die vor Gericht unterlegene Klägergemeinschaft. Das Urteil kann er nicht nachvollziehen.

BAD KREUZNACH. Das Landgericht in Bad Kreuznach hat am Donnerstag entschieden, dass die 2018 erfolgte Wiederwahl Gereon Haumann als Präsident des Dehoga-Landesverbands für den Zeitraum von 2021 bis 2029 rechtmäßig war. Zwar habe das Vorgehen nicht der Satzung entsprochen, aber da die Entscheidung von mehr als zwei Dritteln der Wähler mitgetragen worden sei, handele es sich um einen „satzungsbrechenden Beschluss“, der rechtskräftig sei.

Die Klägergemeinschaft bezieht einem Pressestatement Stellung zum Urteil. „Wir nehmen die Entscheidung und die Rechtsauffassung des Landgerichts Bad Kreuznach zur Kenntnis, können diese aber nicht nachvollziehen. Nach unserer Auffassung verstößt die vorzeitige Wiederwahl des Präsidenten Gereon Haumann nicht nur gegen unsere Satzung, sondern sie ist insgesamt rechtswidrig.“

Das weitere Vorgehen werde man mit dem Rechtsanwalt besprechen. Die 20 Kläger neigten aber sehr stark dazu, die Entscheidung des Landgerichts Bad Kreuznach durch das Oberlandesgericht prüfen zu lassen. Matthias Ganter erklärte: „In diesem Punkt werden wir von Justiziaren unterschiedlichster Berufsverbände bestärkt, die Entscheidung des Landgerichts nicht hinzunehmen, da sie ansonsten weitreichende Folgen für das deutsche Vereins- und Verbandsrecht hat.“

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