Kooperationen: "Viele Gemeinsamkeiten zwische...
Kooperationen

"Viele Gemeinsamkeiten zwischen Sportwagen und Hotels"

Steigenberger Hotels AG
Treiben die Kooperation voran: Marcus Bernhardt (Deutsche Hospitality, links), Jan Becker (Porsche Design).
Treiben die Kooperation voran: Marcus Bernhardt (Deutsche Hospitality, links), Jan Becker (Porsche Design).

Die Deutsche Hospitality und die Porsche Design Group planen in den nächsten Jahren mindestens 15 außergewöhnliche Luxushotels in internationalen Metropolen. Rolf Westermann fragte bei den beiden CEOs nach: Marcus Bernhardt von der Deutschen Hospitality und Jan Becker von der Porsche Design Group.

Jan Becker, was haben Sportwagen und Hotels gemeinsam?

Becker: Da gibt es viele Gemeinsamkeiten: Wir haben vergleichbare Zielgruppen, denken vom Kunden her, gehen mit Leidenschaft ans Werk und haben ein ähnliches Mindset.

Sie stehen seit Mitte 2016 an der Spitze von Porsche Design und haben das Unternehmen einer Metamorphose unterzogen. Anders als in der Vergangenheit soll sich das Design und die Funktionalität noch näher an den Sportwagen orientieren. Wie geht das bei einem Hotel?


Becker: Dazu gehört, dass wir Synergien zwischen unserem Mutterhaus und den Hotels prüfen. Dabei geht es um Fahrzeugflotten, den gegenseitigen Zugriff auf die Kunden. Das ist interessant für beide Partner. Unser Designstudio arbeitet eng mit der Porsche-Entwicklung in Weissach zusammen. Hier können wir Analogien ziehen, etwa was Materialien, Formen und Farben angeht.

Wie kommt das Thema Hotel bei Porsche an?

Becker: Das Thema kommt insgesamt gut an, es wird genau betrachtet und wohlwollend begleitet. Unser Ziel ist es, Porsche Design einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen und ein erweitertes Markenerlebnis zu bieten. Wir haben im Bereich Architektur schon erste Erfahrungen gesammelt mit dem Porsche Design Tower in Miami und dem Porsche Design Tower, der in Stuttgart entsteht. Bei all dem ist es wichtig, die hohen Ansprüche an die Qualität zu erfüllen.

Porsche ist es gewohnt, an erster Stelle zu stehen. Waren die Verhandlungen schwierig, wer in der Marke Steigenberger Porsche Design Hotels vorne steht?

Becker: (lacht) Zu einer guten Partnerschaft gehört ein Austausch auf Augenhöhe. Es sind beides kompetente Partner. Hier kommt es auf die Absenderfunktion an und auf die operative Verantwortung.

 

Marcus Bernhardt, CEO Deutsche Hospitality

Marcus Bernhardt, welche Ziele verbinden Sie mit den Steigenberger Porsche Design Hotels und welche Zielgruppen wollen Sie erschließen?

Bernhardt: Die Generation, die heranwächst, definiert Luxus in einer neuen Art und Weise. Für sie hat Lifestyle eine große Bedeutung. Bei Steigenberger sind wir im Upscale-Bereich mit Jaz in the City und House of Beats gut aufgestellt. Nun versuchen wir, den Luxusbereich neu zu definieren. Viele sind bereit, für außergewöhnliche Angebote auch dementsprechend Geld auszugeben. Das heißt keinesfalls, dass die traditionelle Hotellerie aussterben wird, aber es wird in vielen Segmenten einen Shift geben. Wir gehen in eine Nische hinein, in der wir nicht durch Masse, sondern mit Qualität wachsen werden. 

Sie haben als Standorte internationale Metropolen im Ausland genannt. Kommen auch Städte in der DACH-Region Frage?

Bernhardt: Selbstverständlich.

 

Markenportfolio Deutsche Hospitality

8 Marken mit insgesamt rund 120 Hotels sowie 40 in der Pipeline 

Unternehmen: 10.742 Mitarbeiter, 829,3 Mio. Euro Umsatz  (Stand 2019)

Mutterkonzern: Huazhu Group mit rund 7000 Hotels

Steigenberger Hotels & Resorts: Luxusmarke mit 54 Hotels in elf Ländern

IntercityHotel: 45 Stadthotels der gehobenen Mittelklasse

MAXX by Steigenberger: Franchisemarke Stadthotel und Resort mit 5 Hotels

Zleep: 14 Economyhotels in Skandinavien

Jaz in the City: Lifestylemarke mit 3 Hotels

Steigenberger Icons: 6 Hotels

Steigenberger Porsche Design Hotels: In Planung, 15 Hotels avisiert

House of Beats: 2 Hotels in Planung

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