Luxushotellerie

Wird der legendäre „Hessische Hof“ wiedereröffnet?

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Für das Grandhotel gibt es wohl eine neue Chance.
Für das Grandhotel gibt es wohl eine neue Chance.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet über eine neuen Perspektive für das vor mehr als zwei Jahren geschlossene Grandhotel Hessischer Hof.

 Danach hat die Peakside Capital Advisors AG das Grandhotel und eine angrenzende Büroimmobilie von der Unternehmensgruppe Prinz von Hessen erworben. Der Investor suche nun einen neuen Betreiber, der das Luxushotel wiedereröffnet und auch der bekannten Jimmy’s Bar neues Leben einhaucht.

Sanierung und Repositionierung geplant

Die FAZ zitiert Donatus Landgraf von Hessen wie folgt: „Wir sind sehr glücklich darüber, dass das ,Grandhotel Hessischer Hof‘ als Hotelbetrieb erhalten bleibt und wir mit Peakside einen geeigneten Käufer gefunden haben, dessen Vorstellungen und Pläne uns von Anfang an überzeugt haben.“ Er sei froh, dass nun „die wunderbare Erfolgsgeschichte des Hauses“ fortgeschrieben werden solle.

Die FAZ zitiert auch Boris Schran, Managing Partner von Peakside: „Das Grandhotel Hessischer Hof war eine Institution der Frankfurter Luxushotellerie – und das soll das Haus auch wieder werden. Wir planen eine Sanierung und Repositionierung mit neuem Betreiber.“ Man sei schon in ersten Gesprächen mit möglichen Betreibern und habe zu den Plänen „positives Feedback“ erhalten. Nach Informationen der ahgz steht mindestens ein ausländisches Unternehmen bereit.

Schließung nach mehr als 70 Jahren

Das Grandhotel war 1952 auf den Ruinen des 1944 zerstörten Stadtpalais der Landgrafen von Hessen errichtet worden. Das privat geführte 5-Sterne-Haus mit 121 Zimmern, einer großen Präsidenten-Suite und der legendären Jimmy’s Bar wurde schnell zu einer Institution und zog viele bekannte Persönlichkeiten und Geschäftsleute an. Im September 2020 kam dann der Schock, das Hotel wurde geschlossen, 63 Mitarbeiter waren betroffen.

Damals teilte Donatus Landgraf von Hessen mit: „Die durch die Corona-Pandemie bedingten tatsächlichen Verluste im laufenden Geschäftsjahr im Grandhotel Hessischer Hof sowie die weiterhin zu erwartenden starken Umsatzeinbrüche in der Business- und Messehotellerie am Messestandort Frankfurt zwingen uns zu einer Portfolioanpassung innerhalb der Unternehmensgruppe Prinz von Hessen.“ Um die Zukunftsfähigkeit der Gruppe während der Corona-Pandemie und darüber hinaus zu sichern, habe der Vorstand der Hessischen Hausstiftung nach intensiver Prüfung beschlossen, das Grandhotel Hessischer Hof in Frankfurt im 4. Quartal dieses Jahres zu schließen

Schlechte Prognosen

„Der Entschluss ist schmerzhaft aber er dient dem Schutz der gesamten Unternehmensgruppe. Alle Prognosen weisen klar darauf hin, dass sich die Segmente Tagungen, Messen sowie Geschäftsreisen nur sehr langfristig erholen werden und auch in den kommenden zwei Jahren mit weiterhin hohen Verlusten gerechnet werden muss. Wir erwarten in der Zukunft nachhaltige Veränderungen im Geschäftsmodell der Businesshotellerie“, so Donatus Landgraf von Hessen weiter. 

Die Unternehmensgruppe Prinz von Hessen konzentriere ihre Aktivitäten künftig verstärkt auf ihre touristischen Betriebe, die Forst- und Landwirtschaft sowie Weinbau, Events und Kulturveranstaltungen. „Dies umfasst auch eine konsequente Verschiebung des Unternehmensfokus hin zur Destinationshotellerie, wie etwa durch den Ausbau der Aktivitäten rund um das Schlosshotel Kronberg sowie die Weiterentwicklung des Standortes Gut Panker", hieß es damals in der Mitteilung. Ein offizielles  Statement über die neue Entwicklung lag zunächst nicht vor.

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