Meinung zum Lockdown: "Wie sollen wir das Jah...
Meinung zum Lockdown

"Wie sollen wir das Jahr beenden?"

privat
Macht sich große Sorgen: Hotelfachfrau Annett Hartmann
Macht sich große Sorgen: Hotelfachfrau Annett Hartmann

Annett Hartmann, Hotelfachfrau im Hotel-Restaurant Hellers Krug in Holzminden, hat sich über den Lockdown Gedanken gemacht.

Ich arbeite als Hotelfachfrau in Holzminden und mein Mann als Küchenchef in einem Hotel im Kreis Lippe. Wir lieben unseren Beruf. Sind mit Leib und Seele seit vielen Jahren dabei.

Und nun die zweite Schließung in diesem Jahr. Unsere Arbeitgeber haben in den letzten Monaten viel Zeit, Kraft und Geld investiert, um alle erforderlichen hygienischen Maßnahmen umzusetzen. Mit Erfolg! Wir als Angestellte haben unsere Chefs mit aller Kraft unterstützt. Mit viel Engagement haben wir unseren Gästen, unter all den erschwerten Bedingungen, einen angenehmen Aufenthalt in unseren Häusern bereitet.

Nun aber steht ein zweites Mal unsere berufliche und private Existenz auf dem Spiel. Für eine Familie ist das eine große Herausforderung. Erschwerend kommt hinzu, dass wir beide in der Gastronomie arbeiten.

Ich stelle mir viele Fragen: Wie sollen wir das Jahr beenden? Wann wird es wieder Gäste in unseren Hotels und Restaurants geben, sodass wir wie gewohnt arbeiten können? Werden wir die Vorweihnachtszeit und Weihnachten für unser Geschäft nutzen können? Wie können wir unsere laufenden Kosten weiterbezahlen?

Keiner kann uns diese Fragen beantworten. Im Gegenteil: In kürzester Zeit kam es dazu, dass wir wieder Existenzängste spüren. Trotzdem: Wir schauen zuversichtlich in die Zukunft und hoffen - mit all den Umstellungen - ab dem Frühjahr wieder in eine Normalität zu kommen.

Mein Wunsch und Appell an alle: Bleibt gesund, behaltet eure Jobs, seid glücklich mit euren Familien und Freunden! Und wenn es wieder möglich ist: Unterstützt die Hotellerie und Gastronomie!

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