Recruiting: Mit Videospot gegen unbesetzte Au...
Recruiting

Mit Videospot gegen unbesetzte Ausbildungsstellen

Best Western Premier Parkhotel Kronsberg
Und Action: Die Schauspieler Beatrice Kessel (links) und Willi Schlüter (rechts) beim Videodreh für das Parkhotel Kronsberg
Und Action: Die Schauspieler Beatrice Kessel (links) und Willi Schlüter (rechts) beim Videodreh für das Parkhotel Kronsberg

Das Best Western Premier Parkhotel Kronsberg hat ein humorvolles Video gedreht, um gegen den Fachkräftemangel anzugehen, und hofft, so neue Azubis zu gewinnen.

HANNOVER. Mit Humor gegen Lehrlingsmangel und das schlechte Branchenimage angehen - das haben sich Ferdinand und Ursula Bock und ihre Tochter Jessica-Caroline, die Geschäftsleiter im Best Western Premier Parkhotel Kronsberg in Hannover, auf die Fahnen geschrieben und eine ungewöhnliche Maßnahme getroffen. Im Dezember vergangenen Jahres drehten sie einen eigenen Videofilm. Erst seit Kurzem auf der Homepage des Hotels und im Internet freigeschaltet, erhält der schon viele positive Resonanzen.

Der Film, der in Zusammenarbeit mit einer Werbeagentur und dem Schauspieler Willi Schlüter entstand, soll dabei unterstützen, alle offenen Ausbildungsstellen in dem 4-Sterne-Hotel zu besetzen. Die Hoteliers haben sich dabei bewusst gegen ein klassisches Image-Video entschieden.

Vielmehr wird eine kleine Geschichte dargestellt, bei der eine junge Frau einem Pfarrer ihre Probleme mit ihrem Freund beichtet. Sie erzählt davon, dass er „in fremden Betten wühlt, Frauen beim ersten Treffen nach ihrer Anschrift fragt oder ihnen Alkohol anbietet“. Außerdem berichtet sie von „Events und tollen Buffets“. Das junge Mädchen ist besorgt, dass der Freund sie betrügt. Darauf der Pfarrer entgegnet: „Da erlebt dein Freund ja jeden Tag viel Aufregendes“. Schließlich die überraschende Wende – das Video endet mit den Sätzen: „Auch Lust auf eine Ausbildung im Best Western Parkhotel Kronsberg? Unseren Segen hast du!“

Mit Vorurteilen aufräumen

„Wir wollen auf den Fachkräftemangel kreativ und humorvoll antworten, damit sich junge Menschen angesprochen fühlen“, erläutert Ursula Bock, die die Idee für den einminütigen Videofilm hatte. Sie habe festgestellt, dass sich junge Menschen immer weniger über ausschließlich sachliche Informationen erreichen ließen. „Leider denken viele, dass die Hotellerie eine konservative Branche ist“, bedauert sie.

Mit dem Videofilm, der auf der Website des Hotels und auf Social-Media-Kanälen zu sehen ist, wolle sie Neugierde wecken und mit Vorurteilen aufräumen. Rund 9000 Euro haben Ferdinand und Ursula Bock in das Video investiert, das sie über die Sozialen Medien bekannt machen wollen. Ob sie auf diese Weise tatsächlich Auszubildende gewinnen, bleibt abzuwarten - noch ist es zu früh, um die Wirkung des Videos einzuschätzen.

Die ganze Geschichte lesen Sie am Samstag in der AHGZ.

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