3G am Arbeitsplatz: Deutsche Hospitality: „Dü...
3G am Arbeitsplatz

Deutsche Hospitality: „Dürfen nicht nach Impfstatus fragen und müssen trotzdem kontrollieren“

Deutsche Hospitality
Ulrich Bensel: Chief Human Resources Officer bei der Deutschen Hospitality
Ulrich Bensel: Chief Human Resources Officer bei der Deutschen Hospitality

Ab Mittwoch gilt die 3G-Regel am Arbeitsplatz. Künftig müssen die Arbeitgeber prüfen, ob ihre Mitarbeiter geimpft, genesen oder aktuell getestet sind. Wie macht das die Deutsche Hospitality mit 3000 Mitarbeitern und 80 Hotels in Deutschland? Das erklärt Chief HR-Officer Ulrich Bensel im Gespräch mit Rolf Westermann.

Herr Bensel, wie wird die Deutsche Hospitality den G-Status prüfen?

Bensel: Wir haben bereits im Vorfeld mit der Datenerhebung angefangen und dokumentieren fortlaufend den Status. Die Hoteldirektoren und Abteilungsleiter haben die Aufgabe bekommen, die Angaben zunächst auf freiwilliger Basis zu erfassen. Sensible Daten, wie etwa Testergebnisse, löschen wir nach 14 Tagen wieder.

Wie funktionieren die Kontrollen im Hotel?

Bensel: In den Hotels ist der GM oder sein Stellvertreter verantwortlich. Das wird zuerst also vor Ort überprüft. Wir machen im Headoffice machen Stichproben, ob das funktioniert. Das ist also eine doppelte Sicherung.

Welche Angaben müssen die Mitarbeiter machen?

Bensel: Nach wie vor dürfen wir unsere Mitarbeiter nicht nach dem Impfstatus fragen. Aber wir müssen kontrollieren, mit welchem 3G-Nachweis er den Betrieb betreten möchte. Die Frage lautet also eher: ‚Welchen 3G-Nachweis lieferst Du heute?‘

Wie hoch ist die Quote der nicht geimpften und Genesenen?

Bensel: Nach meinem ersten Eindruck sind es etwa 10 Prozent. Aber das ist nur ein vorläufiger Wert.

Wer bezahlt die notwendigen aktuellen Tests?

Bensel: Wir verweisen einerseits auf die kostenlosten Bürgertests. Wenn aber Kosten anfallen, übernehmen wir diese.

Wie aufwendig ist für Sie das Verfahren?

Bensel: Ich empfinde es als relativ einfach. Schwierig wird es bei denen, die nicht geimpft sind, weil dort täglich kontrolliert werden muss. Deshalb könnte es auch Betriebe geben, bei denen es komplizierter wird.

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