Übernachtungszahlen: Österreichs Tourismus kn...
Übernachtungszahlen

Österreichs Tourismus knackt erstmals die 140-Millionen-Marke

Das Jahr 2016 brachte viele Gäste in die Alpen und an die Donau. Doch für die Hoteliers dort läuft nicht alles rosig. Der Start in die Wintersaison war schwach.

WIEN. Das Beherbergungsgewerbe in der Alpenrepublik floriert. So konnten Österreichs Gastgeber mit einem Plus von 4,2 Prozent im Jahr 2016 rund 140,85 Mio. Nächtigungen erzielen. Diese Zahl ist ein neuer Rekord und liegt erstmals oberhalb der 140-Mio.-Marke.

Laut den vorläufigen Berechnungen der Behörde Statistik Austria konnte dabei sowohl bei den Übernachtungen inländischer Gäste als auch bei denen ausländischer Gäste ein Plus erzielt werden. Die Zahl der Nächtigungen von Gästen aus dem eigenen Land stiegt um +4,4 Prozent auf 38,01 Mio., die der ausländischen +4,1 Prozent auf 102,84 Mio.

Auch bei den Ankünften gibt es einen neuen Rekord. Mit insgesamt 41,45 Mio. Ankünften wurde im Jahr 2016 hierbei erstmals die 40-Mio.-Marke übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Zunahme von 5,2 Prozent.

Die wichtigsten Quellmärkte für den österreichischen Tourismus entwickelten sich dabei überaus positiv. So wurden im Kalenderjahr 2016 deutlich mehr Übernachtungen von Gästen aus Deutschland gezählt (+4,9%). Aus den Niederlanden kamen 3,6 Prozent mehr Übernachtungen, aus der Schweiz 3,4 Prozent mehr. Rückgänge gab es bei Übernachtungen von Gästen aus Italien (-1,8%), den USA (-2,0%) und Russland (-17,8%).

Mehr Gäste aus Osteuropa

Doch auch für Österreichs Gastgeber läuft nicht alles rosig. Trotz der aktuellen Zuwachsraten ist im Vergleich zu 1996 die Nächtigungszahl des wichtigsten Herkunftsmarktes Deutschland von 56,30 Mio. um 6,5 Prozent auf 52,64 Mio. gesunken. Während 1996 der Anteil deutscher Übernachtungen noch bei knapp 50 Prozent am gesamten Übernachtungsvolumen lag, betrug er 2016 nur noch 37,4 Prozent. Im gleichen Zeitraum wiesen dafür die Nächtigungszahlen von Gästen aus zentral- und osteuropäischen Ländern wie Polen, Rumänien, Tschechien oder Ungarn durchaus dynamische Wachstumsraten auf, wodurch die Rückgänge im deutschen Markt weitgehend kompensiert werden konnten.

Gewerbliche Ferienwohnungen im Aufwind

Betrachtet man die Anzahl der Übernachtungen in den einzelnen Unterkunftsarten, so schwächte sich 2016 der Trend zu höherwertigen Quartieren leicht ab. Die Zahl der Übernachtungen in 5- und 4-Sterne-Hotels legte zwar um 3,5 Prozent zu, lag aber 0,9 Prozentpunkte unter der allgemeinen Zuwachsrate der Nächtigungen. Vor allem gewerbliche Ferienwohnungen zeigten mit 9,4 Prozent Zuwachs an Übernachtungen eine starke Entwicklung.

In die aktuelle Wintersaison ist Österreichs Tourismus nur verhalten gestartet. In den Monaten November und Dezember wurden 14,46 Mio. Übernachtungen verzeichnet. Das bedeutet für die bisherige Wintersaison einen Rückgang um 4,2 Prozent. red/rk

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