Corona-Prävention: Ostseebad Ahrenshoop erpro...
Corona-Prävention

Ostseebad Ahrenshoop erprobt Beacon-App von Doctor Box

Doctor Box
Doctor-Box CEO Oliver Miltner bringt einen Beacon an
Doctor-Box CEO Oliver Miltner bringt einen Beacon an

Über kleine, an öffentlichen Punkten angebrachte Sender sollen mögliche Infektionswege nachverfolgbar gemacht werden.

AHRENSHOOP. Um den Tourismus richtig aufblühen zu lassen, ist die Nachvollziehbarkeit von Infektionsketten wichtig. Denn so können Ansteckungen und damit ein erneuter Lockdown vermiedet werden. Im Ostseebad  Ahrenshoop wurde daher in den ersten Tagen nach dem Restart ein neues System zur Nachverfolgbarkeit etwaiger Infektionswege erbrbt. Es handelt sich dabei um Technologie-Initiative "Intelligentes Treffpunkt Management", gegründet vom Berliner Healthcare-Unternehmen Doctor Box.

Unterstützt wird das neue Konzept unter anderem von namhaften Hotels wie dem The Grand Ahrenshoop und dem Park Inn by Radisson Berlin Alexanderplatz. Die Initiative basiert auf sogenannten Beacons, kleine Sender, die an zentralen  Punkten in der Öffentlichkeit angebracht sind - unter anderem in zwei Hotels und Ferienwohnungen, im lokalen Supermarkt, in der Kurverwaltung sowie in Taxen und an zwei Aufgängen zum öffentlichen Strand.

Ziel ist es, durch die breite Abdeckung öffentlicher Treffpunkte eine bessere Nachverfolgbarkeit zu gewährleisten. Vorteil des Systems von Doctor Box soll sein, dass dabei keine personenbezogenen Daten erhoben werden. 

Infektionswarnung aufs Smartphone: Die Doctor-Box-Lösung schafft das nach eigenen Angaben ohne von allen Gästen die Daten zu erheben
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Nach erfolgreichem Abschluss des Praxistests an der Ostsee sind weitere Projekte bundesweit geplant. Einsetzbar ist die Lösung in allen gewerblichen Betriebsstätten und öffentlichen Treffpunkten mit hohem Personenaufkommen. Dazu zählen unter anderem  Bürogebäude, Hotels, Gastronomiebetriebe, Supermärkte, öffentlichen Verkehrsmittel, Taxen und Shoppingsmalls. In Kürze sollen die Beacons unter anderem in 19.000 Apotheken installiert werden. 

Die Bürgerinnen und Bürger nehmen daran auf freiwilliger Basis teil. Sie können ein  Kontakttagebuch ihrer Wahl auf dem Smartphone, z. B. über die App von Doctor Box führen. Bei Empfang des Beacon-Signals wird automatisch ein Kontakttagebucheintrag erstellt. Im Infektionsfall melden Geschäftsinhaber diesen auf der Webseite der Initiative "Intelligente Treffpunkt Management". Die Kontakttagebuch-App synchronisiert die infektiösen Treffpunkte regelmäßig. Bei Treffpunktübereinstimmung werden die Kunden auf dem Handy per Push-Benachrichtigung informiert. Nach einem positiven Testergebnis auf Covid-19 können Nutzer ihre Kontakte freiwillig informieren und das Kontakttagebuch an das Gesundheitsamt weiterleiten.

Dr. med. Oliver Miltner, Geschäftsführer der Doctor Box GmbH, erläutert: "Mit unserem Ansatz beziehen wir alle mit ein, ohne dass für die Bürgerinnen und Bürger ein großer Aufwand entsteht. Nur wenn wir jetzt alle gemeinsam an einem Strang ziehen und die Gesundheitsämter unterstützen, können wir einen erneuten Lockdown verhindern und damit die größtmöglicheFreiheit bewahren."

Mit rund 20 Euro pro Beacon soll die Lösung für Unternehmer  kosteneffizient und zugleich einfach in der Wartung und Handhabung sein. Da das Beacon-Konzept technologieoffen gestaltet ist, kann dieses laut Hersteller in die noch zu entwickelnde Corona-Tracing App der Bundesregierung integriert werden. red/rk


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