Deutscher Hotelkongress: Otto Lindner würde "...
Deutscher Hotelkongress

Otto Lindner würde "Hoteliers gern mal auf der Straße sehen"

Thomas Fedra
Auf der Bühne: (von links) David Etmenan, Max Luscher, Rolf Westermann, Christoph Hoffmann und Otto Lindner beim DHK 2017
Auf der Bühne: (von links) David Etmenan, Max Luscher, Rolf Westermann, Christoph Hoffmann und Otto Lindner beim DHK 2017

Wichtige Entscheider zum Auftakt der Veranstaltung im Talk mit AHGZ-Chefredakteur Rolf Westermann.

BERLIN. Erstes Highlight des Jahres für die Hotellerie: Beim Deutschen Hotelkongress 2017 trifft sich die Branche im Hotel Interconti in Berlin. Schon zur Begrüßung holten sich AHGZ-Chefredakteur Rolf Westermann und Moderatorin Esther Sedlaczek Gäste auf die Bühne: David Etmenan von Novum, eingeführt als "der Shootingstar", "Mr. Direktbuchung", der B&B-Deutschlandchef Max Luscher, Christoph Hoffmann von 25hours sowie "den Lenker", alias IHA-Präsident und Lindner-Vorstand Otto Lindner.

Etmenan bekannte, dass sich der Bestand seiner Hotels nahezu wöchentlich ändert. Luscher beeindruckte mit einer Direktbuchungsquote von satten 90 Prozent. Dabei wollte keiner der Hoteliers Position gegen die OTAs beziehen. Lindner: "OTAs sollte man nicht verteufeln, mit OTAs sollte man arbeiten!" Wichtig sei, sich auf Augenhöhe zu begegnen.

Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Fairmas steuerte die aktuellen Zahlen zum deutschen Hotelmarkt 2016 bei und bestätigte damit, dass das vergangene Jahr ein weiteres Rekordjahr für die Branche war. Auch die Prognose für das erste Quartal steht auf Wachstum. Otto Lindner konstatierte angesichts der glänzenden Zahlen allerdings eine "gewisse Hitze" im Markt und mahnte zur Vorsicht, da die nächste Krise frpher oder später kommt.

Im anschließenden Gespräch mit Lindner bestätigte dieser seine bereits im AHGZ-Interview geäußerte Ansicht, die Bettensteuer sei "bescheuert", wobei das noch die höflichere Umschreibung sei. Denn: "Wenn Steuereinnahmen in das große schwarze Loch der Kommunen fließe, macht das gar keinen Sinn!" Wichtiges Projekt ist für den IHA-Chef im Bundestagswahljahr ein Positionscheck der politischen Parteien zu wichtigen Branchenthemen, den sein Verband zusammen mit dem DEHOGA angeht. Etwa bei der reduzierten Mehrwertsteuer für die Hotellerie und deren Ausweitung auf die Gastronomie, für die der IHA-Präsident die Branche "gern auch mal wieder auf der Straße sehen würde".

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