Pandemie-Bekämpfung: Zuspruch für harten Lock...
Pandemie-Bekämpfung

Zuspruch für harten Lockdown wächst

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Ein zweiter Lockdown droht: Das Gastgewerbe reagiert
Ein zweiter Lockdown droht: Das Gastgewerbe reagiert

Noch steht kein Datum für den nächsten Bund-Länder-Gipfel fest. Doch die Kanzlerin und viele Länderchefs scheinen sich schon einig zu sein: Nach Weihnachten müssen postwendend strengere Corona-Regeln folgen - viel strenger, als die bisherigen im Rahmen des Lockdown light.

Focus hat eine Eilmeldung geschickt, ebenfalls die Stuttgarter Zeitung - der Tenor lautet jeweils: Der harte Lockdown muss kommen. Einmal wird auf Kanzlerin Angela Merkel verwiesen, die die härtere Gangart noch in dieser Woche bundesweit festlegen will. Die schwäbische Tageszeitung gibt die Aussagen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann wieder, der drastische Maßnahmen verkündet und damit nicht auf den Bund warten will. Bayern ist schon seit der Ausrufung des Katastrophenfalls am vergangenen Wochenende dafür, dass "Deutschland" nochmal nachlegt und sieht Thüringen ebenfalls an seiner Seite.

Nach den Feiertage komplett runterfahren

Im Raum stehen nicht nur strengere Lockdown-Regeln für Hotspots, sondern ein bundesweiter harter Lockdown für mindestens drei Wochen - ähnlich wie er im März in Deutschland herrschte. So wären nur die wichtigsten Geschäfte wie Supermärkte, Apotheken und Drogeriemärkte geöffnet. Sonstiger Einzelhandel, aber auf Friseure müssten schließen. Doch um dies zu klären, bedarf es eines weiteren Bund-Länder-Gipfels.

Winfried Kretschmann (Baden-Württemberg) will nicht darauf warten. In Pforzheim liegt der Inzidenzwert über 300, Heilbronn ist kurz davor. Für diese Hotspots sollen so schnell wie möglich noch härtere Regeln gelten als bisher. Als Sofortmaßnahmen für das ganze Land kündigte die Landesregierung ein flächendeckendes Verbot an, Alkohol unter freiem Himmel auszuschenken. Grund sei vor allem der große Andrang an Glühweinständen. Die Kommunen sollten das - unabhängig von der jeweiligen Inzidenz vor Ort - schon ab kommendem Montag umsetzen, wie die Stuttgarter Zeitung meldet. Kretschmann befürwortet auch den harten Lockdown nach den Feiertagen.

Sachsen macht dicht

Sachsen reagiert noch schneller. Die Landesregierung hat einen landesweiten harten Lockdown ausgerufen ab kommender Woche bis 10. Januar. Nur notwendige Geschäfte bleiben geöffnet, Schulen und Kitas schließen und eine Ausganssperre wurde beschlossen.
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