Immobilienmarkt: Rekord-Investitionen in öste...
Immobilienmarkt

Rekord-Investitionen in österreichische Hotels

Die Alpenrepublik hat ein gutes und sicheres Image, das offensichtlich viele Investoren anlockt. Und der großstädtische Hotelmarkt wächst.

WIEN. Hotelimmobilien avancieren zur einer bedeutenden Asset-Klasse in Österreich. Sie konnten im vergangenen Jahr schon zirka 26 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens am österreichischen Immobilienmarkt auf sich vereinigen und liegen damit auf Platz 2 hinter den Büroimmobilien (40%). Das teilt der Immobiliendienstleister CBRE mit.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2016 demnach in der Alpenrepublik Hotels im Wert von etwa 711 Mio. verkauft. „Das rekordverdächtige Hotel-Transaktionsvolumen ist zurückzuführen auf die kontinuierlich positive wirtschaftliche Entwicklung des österreichischen Hotelmarktes und Österreichs Image als ‚safe haven‘ in einer Welt voller Unsicherheiten“, kommentiert Markus Beike, Managing Director, Head of Hotels Northern & Eastern Europe bei CBRE. Das gelte gleichermaßen für nationale wie auch internationale Investoren.

Vor allem in der Hauptstadt Wien wechselten im vergangenen Jahr einige prominente Objekte den Eigentümer: Das Hilton Vienna am Stadtpark ging für zirka 169 Mio. Euro von der Raiffeisenzentralbank an die private Investorengruppe Betha Zwerenz & Krause GmbH. Das Hotel Imperial wurde von Starwood Hotels & Resorts an die Al Habtoor Group LLC für rund 70 Mio. Euro verkauft. Auch in einigen Landeshauptstädten sowie Tourismusregionen wurde in Hotels investiert. Beispielsweise kaufte der Privatinvestor und Eigentümer der Polytec Gruppe im Laufe des Jahres vier Falkensteiner Hotels.

„Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Hotelinvestments auch in diesem Jahr weiterhin vorhanden sein wird, rechnen aber nicht damit, dass die Rekordmarke von 2016 geknackt werden kann.“, so Georg Fichtinger, Head of Investment Properties bei CBRE Österreich.

Vor allem der Wiener Hotelmarkt werde nach Markteintritten und Neueröffnungen einiger bekannter Hotelmarken in den vergangenen Jahren noch einmal weiter wachsen. Bis 2019 soll es ein Plus von rund 7 Prozent bzw. zirka 2308 Zimmern geben. Das klingt viel, stelle aber ein vergleichsweise langsameres Wachstum dar als es andere europäische Städte aufweisen, so CBRE. Aufgrund des eingeschränkten Flächenangebots in der Innenstadt konzentrieren sich die Neuerrichtungen auf Lagen außerhalb der Wiener City, wie etwa rund um den Hauptbahnhof und Quartier Belvedere, wo die Accor Gruppe Ende 2017 zwei Hotels eröffnen wird und die Signa Holding als Joint Venture mit der Hyatt Gruppe ein Andaz-Luxushotel plant. red/rk

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