Verstorben: Rudolf Münster ist tot
Verstorben

Rudolf Münster ist tot

Egemann
Rudolf Münster: Der ehemalige "Mr. Kempinski" war auch als Berater erfolgreich
Rudolf Münster: Der ehemalige "Mr. Kempinski" war auch als Berater erfolgreich

Der langjährige Kempinski-Vorstand und spätere Hotelberater ist mit 86 Jahren bei Berchtesgaden gestorben.

BISCHOFSWIESEN. „Wenn ich aufhöre, dann werde ich alt“, sagte Rudolf W. Münster, als er vor über 15 Jahren anlässlich seines 70. Geburtstags für die ahgz porträtiert wurde. „Meine Berater-Tätigkeit hält mich fit. Jedes Projekt ist anders, fordert mich heraus.“ Jetzt ist der Hotelier und Berater in einem Pflegeheim in Bischofswiesen bei Berchtesgaden verstorben.

Münsters oft kopiertes Motto, das er 1997 als erster nichtamerikanischer Präsident der Cornell Hotel Society kreierte – „Think global, act local“ – beherzigte er selbst am besten. Global denken und erfolgsorientiert vor Ort handeln — dieses Prinzip verfolgt er nicht erst seit der Gründung seiner Beratergesellschaft RWM Hotel Consult.

Als er sich mit 46 entschloss, in die Selbstständigkeit zu gehen, hatte er bereits eine viel beachtete Hotelkarriere hinter sich: beliebt und beneidet als „Mister Kempinski“, spannende Jahre als Geschäftsführer, kurz darauf, mit 39, Berufung in den Vorstand der Kempinski AG. Schon mit Anfang Dreißig war Rudolf W. Münster zum Hoteldirektor des Intercontinental Hannover ernannt worden. Seine Weltkenntnis und Qualifikation hatten Seltenheitswert. Hochschulstudium in den USA, Abgang von der Cornell University mit dem „Bachelor of Science with destinction“. Zuvor Gesellenjahre als Hotelfachmann in London, Lyon, Paris, Madrid, St. Moritz, Beverly Hills, Caracas, San Salvador. red/beh

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