Neueröffnung: Schlemmen wie die Brasilianer
Neueröffnung

Schlemmen wie die Brasilianer

Astrid Filzek-Schwab
Zeigen stolz ihre Spezialität: Koch Arthur Coelho und Simone Weissmann.
Zeigen stolz ihre Spezialität: Koch Arthur Coelho und Simone Weissmann.

München. In der Leopoldstraße hat Simone Weissmann mit ihrer VIB Grill&Lounge eine neue Heimat gefunden: „Ich habe gehört, dass die Location frei wird und ich finde den Standort einfach

München. In der Leopoldstraße hat Simone Weissmann mit ihrer VIB Grill&Lounge eine neue Heimat gefunden: „Ich habe gehört, dass die Location frei wird und ich finde den Standort einfach super“, sagt die Brasilianerin, die eigentlich nur nach einem Standort für ihr Catering suchen wollte.

Doch es kam anders und so zog das brasilianische Lokal mit dem etwas ungewöhnlichen Namen VIB -- Very Important Brazilians -- nach zweieinhalb Jahren von Au-Haidhausen nach Schwabing. In den Kellerräumen war zuvor ein Maredo-Steakhouse beheimatet.

Das neue Restaurant hat die gebürtige Brasilianerin in vier Bereiche unterteilt: Jeder symbolisiert eine brasilianische Gegend und ist anders gestaltet: Entspannte Eleganz vermittelt die São Paolo Lounge – in schwarz-weiß und Gold gehalten. Der Raum Bahia mit offener Bar setzt auf türkisfarbene Tapeten und Vintage-Kacheln. Rio Grande do Sul präsentiert sich mit rustikalen Lederelementen, Ziegelwänden und Textilien in Bordeaux. Und den minimalistisch-modern gestalteten Raum Rio de Janeiro ziert ein großes Bild der Copacabana. Das Interieur schuf die brasilianische Innenarchitektin Renata Mendonc mit avantgardistischen Ethno-Elementen, Holz, Samt und geschwungenen Formen.

Doch zurück zur Kulinarik: „Die brasilianische Küche ist sehr vielseitig, mit portugiesischen und afrikanischen Einflüssen“, berichtet Weissmann. Es gibt Fleisch und Fisch in allen Variationen, Früchte, Wurzeln sowie Maniok und Bohnen. Der brasilianische Spitzenkoch Arthur Coelho steht dem Team zur Seite und wird zwei Mal im Jahr nach München kommen.

Das Lokal ist das einzige Rodizio-Restaurant in München, in dem spezielle brasilianische Rindfleisch-Cuts aber auch Lamm, Schwein und Geflügel auf großen, sich drehenden Spießen über offenem Feuer gegrillt werden. Die „Cortadores“, die „Zuschneider“, bringen die Spieße aus der Küche direkt an den Tisch. Typische Beilagen wie Farofa (geröstetes Maniokmehl), Süßkartoffel, Polenta und Banane werden ebenfalls am Tisch serviert.

Das Besondere: Auf den Tischen liegen Kärtchen in Rot und Grün bereit, mit denen Gästen signalisieren können, ob sie Nachschlag wollen oder nicht. Pro Person zahlen sie 41 Euro inklusive Beilagen vom Buffet, Kinder die Hälfte.

Mittags gibt es ein „A Quilo“-Buffet mit verschiedenen Salaten, Gemüse, Fleisch und Desserts. Bezahlt wird nach Gewicht, 100 Gramm kosten 4,80 Euro. Landestypisch sind auch die Getränke, darunter brasilianische Weine, Caipiroska und Caipirinha, die der Barkeeper mit Cachaça und frischen Früchten wie Mango, Ananas oder Erdbeeren am Tisch frisch zubereitet.

Sonntag ist Familientag. Dann genießen die Erwachsenen ihre Speisen und Getränke, während die Kleinen betreut werden. Familie wird eben auch in Brasilien groß geschrieben. Astrid Filzek-Schwab

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