Umfrage: Schweizer Hotels beklagen weiterhin ...
Umfrage

Schweizer Hotels beklagen weiterhin den Kostendruck

PetraD/Colourbox.de
Schwierige Zeiten: Schweizer Hotels beklagen hohe Kosten und Fachkräftemangel
Schwierige Zeiten: Schweizer Hotels beklagen hohe Kosten und Fachkräftemangel

Weitere Problemfelder der Branche sind der Fachkräftemangel und die Buchungsportale. Das finden zumindest die Mitglieder des Hotelverbands Hotelleriesuisse.

BERLIN. Der starke Franken macht der Hotellerie in der Schweiz zu schaffen. „Der Kampf gegen das hohe Kostenniveau hat für hotelleriesuisse Priorität“, sagt Andreas Züllig, Präsident des Branchenverbands Hotelleriesuisse. „Unser Land kann sich die missbräuchlichen Schweiz-Zuschläge nicht mehr leisten.“ Deshalb setzt sich der Verband für die Fair-Preis-Initiative ein, die diese Zuschläge abschaffen will.

Die hohen Kosten werden auch von den Hotelleriesuisse-Mitgliedern derzeit als größte Herausforderung für die ganze Branche gesehen. Das geht aus einer Umfrage hervor, die der Verband um Januar unter 251 teilnehmenden Beherbergungsbetrieben erhoben hat. Zweitgrößtes Problemfeld ist das Suchen von Fachkräften. Auch hier will der Verband unterstützend aktiv werden. Mit dem Leitfaden „Zukunft des Arbeitsmarkts in der Hotellerie“ zeigt Hotelleriesuisse anhand von Best-Practice-Beispielen, wie Hoteliers vorgehen, um Personal zu finden und zu halten. Die Saisonbetriebe in den Kantonen Tessin und Graubünden zum Beispiel orientieren sich an der Sharing Economy und „teilen“ sich die Mitarbeitenden. Diese erhalten dank des „Mitarbeiter-Sharings“ eine Ganzjahresstelle und sind so im Winter im Bündnerland und im Sommer im Tessin im Einsatz.

An dritter Stelle der aktuell größten Herausforderungen steht das Thema Buchungsportale. Damit stehen die Schweizer Hoteliers in Europa nicht allein da. Auch hierzulande beklagt die Branche hohe Provisionen und strenge Vertragsbedingungen der Mittler. Allerdings ist die Best-Preis-Klausel in der Schweiz derzeit nicht verboten, jedenfalls nicht, wenn es um die Preise auf den hoteleigenen Websites geht. Dort dürfen die Hoteliers bislang keine günstigeren Raten einstellen als bei den Portalen, was Hotelleriesuisse als Eingriff in die unternehmerische Freiheit ansieht. Der Verband hofft daher auf eine aktuelle Motion eines Ständerats, welchee die sogenannten „Knebelverträge der Online-Buchungsplattformen“ verbieten will.  red/rk
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