Arbeitsbedingungen: Schwere Vorwürfe gegen Re...
Arbeitsbedingungen

Schwere Vorwürfe gegen Reinigungsfirma bei Radisson Blu

"Putzen bis zur Schmerzgrenze" habe er im Leipziger Radisson Blu müssen, berichtete ein Mitarbeiter dem MDR. Die Hotelbetreibergesellschaft kommentiert dies nicht weiter.

LEIPZIG. Kurz vor Weihnachten gerät mal wieder eine große und bekannte Hotelmarke wegen Arbeitsbedingungen im Hotel in die Negativ-Schlagzeilen. Unbezahlte Überstunden, vom Reinigungsmittel aufgeplatzte Hände und eine Bezahlung weit unter Mindestlohn: Das berichtete ein Mitarbeiter dem MDR über seine Reinigungstätigkeiten im Leipziger Radisson Blu Hotel. Doch das Hotel selbst nimmt sich aus der Sache heraus, hat die Zimmerreinigung an eine Fremdfirma ausgelagert. 

Die Reinigungsfirma, bei der der Mitarbeiter angestellt war, heißt HPR Consult Service Limited und bestreitet gegenüber dem MDR den Vorwurf der unbezahlten Mehrarbeit. "Der Lohn wird exakt berechnet, es fehlen weder Urlaubs- noch sonst welche Vergütungen, es ist eine Frechheit dies zu unterstellen", wird die Firma auf der MDR-Webseite zitiert.

Zudem schiebt die Firma die Schuld auf die Hotels bzw. die Betreibergesellschaften: "Die Unternehmen, die diese Leistungen beauftragen, meist große Hotelketten, pressen das letzte aus den Dienstleistern heraus, Tariferhöhungen der Gebäudereinigung werden entweder nicht oder nur geringfügig bezahlt, der Dienstleister steht mit diesen Lohnerhöhungen allein da."

Die Betreibergesellschaft des Radisson Blu wiederum will ihre Geschäftsbeziehung zu dem Dienstleister nicht kommentieren und keine nähere Stellungnahme dazu angeben. 

Inwiefern verantworten Hotels die Arbeitsbedingungen bei den Firmenfirmen, die die Zimmer reinigen? Und wie kann man einen seriösen Dienstleister finden? Das haben wir Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA-Bundesverbands, gefragt. Das komplette Interview zu den Arbeitsbedingungen bei Fremdfirmen finden Sie hier: 

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