EU-Projekt MobiPro: Spanier mit Hindernissen
EU-Projekt MobiPro

Spanier mit Hindernissen

„Spanische Azubis in Leipzig begrüßt“, „Junge Spanier in der Südpfalz“ oder „ Von Europa profitieren“: Mit diesen und anderen Schlagzeilen berichten wir immer wieder über das

„Spanische Azubis in Leipzig begrüßt“, „Junge Spanier in der Südpfalz“ oder „ Von Europa profitieren“: Mit diesen und anderen Schlagzeilen berichten wir immer wieder über das EU-Programm MobiPro gegen Jugendarbeitslosigkeit. 2013 gestartet, wird es heute vom deutschen Gastgewerbe gut angenommen, bietet es Hoteliers und Gastronomen doch die Chance, dringend benötigte Nachwuchskräfte zu finden. Die kommen. Aber bleiben sie auch? Nicht immer, wie das Hotel Ochsen in Merklingen zeigt (Seite 23). Sieben Spanier hatten dort angeheuert, vier waren nach sechs Monaten wieder weg. Der Grund: Heimweh. Klingt banal, ist es aber nicht, wenn es nicht vergeht. Aber was nutzen Anti-Heimweh-Tipps wie „neue Heimat erkunden, neue Beschäftigungen suchen, neue Freunde finden“, wenn kaum Freizeit bleibt, da neben der 5-Tage-Woche noch Sprach- und Integrationskurse zu stemmen sind? Der MobiPro-Ansatz ist zweifelsfrei gut, aber nicht ohne Tücken. Immerhin: Drei der Ochsen-Azubis haben sich durchgebissen. Sie sind gekommen, um zu bleiben.

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