Gastgewerbeumsatz

Branche hat 2022 stark aufgeholt

IMAGO / Panthermedia
Umsatzwachstum: Starker Anstieg im Gastgewerbe von 2021 zu 2022.
Umsatzwachstum: Starker Anstieg im Gastgewerbe von 2021 zu 2022.

Das Gastgewerbe in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr deutlich vom Corona-Schock erholt. Das verdeutlichen Zahlen nach einer vorläufigen Schätzung, die das Statistische Bundesamt am 19. Januar bekannt gegeben hat.

Preisbereinigt stieg demnach der Umsatz um 47 Prozent gegenüber dem noch von Lockdowns geprägten Vorjahr 2021. Der Wert aus dem Vorkrisenjahr 2019 wurde aber um 11 Prozent verfehlt, wie die Statistikbehörde berichtete.

Seitdem hat es kräftige Preiserhöhungen gegeben. Diese eingeschlossen hatten die Gaststätten und Hotels im Schnitt des vergangenen Jahres sogar 1 Prozent mehr Umsatz als 2019. Gegenüber 2021 steigerten sie die nominalen Erlöse um 57 Prozent.

Hotels legten 2022 stärker zu als Gastronomen

Der Blick auf die bereits vollständig ausgewerteten ersten elf Monate des Jahres 2022 zeigt, dass Hotels und andere Beherbergungsbetriebe ihre Umsätze mit einem realen Anstieg um 64,2 Prozent zum Vorjahreszeitraum stärker steigern konnten als die Gastronomie. Hier kamen die Wirte nur auf ein reales Plus von 40,6 Prozent. Einschließlich der Preissteigerung machten sie 50 Prozent mehr Umsatz als ein Jahr zuvor.


Leichter Rückgang im November

Vergleicht man die Zahlen von November 2022 zum Vormonat, setzte das Gastgewerbe nach vorläufigen Ergebnissen kalender- und saisonbereinigt real 6,0 Prozent und nominal 5,4 Prozent weniger um als im Oktober 2022. Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen verzeichneten im November 2022 gegenüber Oktober 2022 ein reales Umsatzminus von 7,9 Prozent. In der Gastronomie war der Umsatz im November 2022 real 5,5 Prozent niedriger als im Vormonat. Insgesamt gesehen, geben die Zahlen allerdings Anlass zu Optimismus

Methodische Hinweise

Bei der Schätzung des realen und nominalen Jahresumsatzes 2022 handelt es sich um Originalwerte. Diese basieren auf den vorliegenden Gastgewerbeumsätzen für die Monate Januar bis November 2022 und geschätzten Umsätzen im Dezember 2022. Die Schätzungen berücksichtigen die Auswirkungen der Preissteigerungen sowie die Revisionen bei der Konjunkturstatistik im Gastgewerbe nach bis zu 10 Monaten ab dem Berichtsmonat März 2022. Basierend auf dieser Schätzmethodik ergibt sich im Gastgewerbe insgesamt ein Intervall für den realen Umsatzanstieg von 46,5 Prozent bis 48,3 Prozent sowie für den nominalen Umsatzzuwachs von 56,5 Prozent bis 58,3 Prozent im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr. Bei den Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen erstreckt sich das Schätzintervall real von 64,2 Prozent bis 66,2 Prozent und nominal von 77,5 Prozent bis 79,5 Prozent. Für die Gastronomie, erstreckt sich das Schätzintervall real von 40,2 Prozent bis 42,0 Prozent und nominal von 44,6 Prozent bis 46,2 Prozent.

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