Stimmen zur Wahl (1): "Falsch, Laschet statt ...
Stimmen zur Wahl (1)

"Falsch, Laschet statt Söder aufzustellen"

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Stimmabgabe in einem Berliner Wahllokal
Stimmabgabe in einem Berliner Wahllokal

Die Statements zum Ergebnis der Bundestagswahl spiegeln die Vielfalt der Branche und die Indivdualität der befragten Persönlichkeiten wider. 

Christian Mittermeier
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Christian Mittermeier

Christian Mittermeier, Mittermeiers Hospitality, Rothenburg ob der Tauber: "Als CSU-Mitglied enttäuscht mich das schwache Wahlergebnis der Union. Es war falsch, Laschet anstatt Söder als Kanzlerkandidaten aufzustellen. Ermutigend finde ich dennoch, dass eine zukünftige Regierung, gleich in welcher Konstellation, sich aus demokratischen Parteien zusammensetzen wird. Die alte Tante SPD, ein wichtiger Pfeiler unserer Demokratie, ist wie Phönix aus der Asche aufgestiegen. Das Zeitalter der Populisten ist zumindest vorläufig zu Ende und unsere Bevölkerung ist nicht gespalten. Querdenker, Wutbürger und Radikale sind lediglich laut, aber sie sind nur eine Minderheit und sie verlieren weiter an Zulauf. Und das ist sehr gut so." 

Marek Gawel, Bellevue Rheinhotel, Boppard: "Aus Unternehmersicht wird der politische 'Worst Case' nicht eintreten. Es gibt aber noch viel Interpretationsspielraum bei der Regierungsbildung; leider, und das zeigt, dass das Land uneins ist. Große Erwartungen habe ich aktuell nicht an Veränderung (außer, dass ich steigende Preise erwarte). Grund hierfür sind die letzten Jahre, die politisch gesehen, zu desillusionierend waren. Die Devise bleibt weiterhin: Hilf Dir und Deinem Team selbst und hoffe nicht auf andere." 

Marek Gawel


Zeèv Rosenberg, Amano Group: "In den vergangen Wochen hat es sich gezeigt, dass die CDU doch einen Denkzettel bekommt und die SPD die Wahl voraussichtlich gewinnen wird. Dennoch wird es spannend werden, wer den Kanzler stellen wird. Jamaika, eine große oder eine Ampel-Koalition. Ich denke, dass für unsere Branche Jamaika die idealere sein könnte aber wir wissen nicht, ob die FDP wieder lindnern wird. Jedenfalls gibt es zwei gute Zeichen: Die AfD verliert und wird hinter der FDP landen. Dass die AfD verloren hat, ist insofern auch gut für unsere Demokratie, da diese Rassisten der AfD der Demokratie schaden und das Land noch mehr spalten. Gerade in der jetzigen Personallage benötigen wir Mitarbeiter, die seit 2015 nach Deutschland gekommen sind, damit unsere Personalsituation sich entspannt. Die Linken sind so schwach, dass sie keine Regierungsrolle spielen, was auch nicht so schlimm ist. Wir brauchen unbedingt einen Tourismusminister. Wir müssen noch größeres Gehör bekommen. Und wir brauchen Perspektiven."

Zeèv Rosenberg

Alexander Aisenbrey, Der Öschberghof: "Ich denke, dass wir soweit beruhigt sein können. Wir müssen sicher weiter an unserer Position und Bemerkbarkeit in der Politik arbeiten, aber ich glaube dass wir konstruktive Gesprächspartner haben werden. Wir müssen mit der Koalition, die kommt, partnerschaftlich und sachlich zusammenarbeiten. Da es wohl nur zwei realistische Kombinationen gibt, werden wir mit beiden auskommen. Unsere Themen sind die gleichen wie vor der Wahl. Das Wichtigste ist, dass wir nicht bei all den andern Themen untergehen." 

 Alexander Aisenbrey
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Alexander Aisenbrey

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