Stimmen zur Wahl (3): "Ampel absolut erste Wa...
Stimmen zur Wahl (3)

"Ampel absolut erste Wahl"

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Stimmabgabe in einem Berliner Wahllokal
Stimmabgabe in einem Berliner Wahllokal

Die Statements zum Ergebnis der Bundestagswahl spiegeln die Vielfalt der Branche und die Indivdualität der befragten Persönlichkeiten wider. 

Dominic Müller
Michael Bode
Dominic Müller

Dominic Müller, Hotel Ritter Durbach: "Das Wahlergebnis ist keine Überraschung. Damit habe ich gerechnet. Die Grünen und die FDP werden den nächsten Kanzler bestimmen. Ein Umbruch ist vorprogrammiert. Wie immer er auch aussehen wird. Erfreulich ist, dass die FDP als stärkster Interessenvertreter unserer Branche vermutlich an einer Regierung beteiligt sein wird. Es steht für mich fest, daß es keine Groko mehr geben wird. Also bleibt Jamaika oder die Ampel. Ich denke, daß es eine Ampel wird. Mein Wunsch wäre eine Jamaika-Koalition mit Herrn Scholz als Kanzler ...  Ich setze große Hoffnung in die Regierungsbeteiligung der FDP."

Christian Harisch

Christian Harisch, Lanserhof: "Die CDU hat sich für Laschet statt Söder entschieden. Die Wahl wurde verloren. Olaf Scholz hat die Wahl zweifelsfrei ebenso wie die Grünen und Liberalen gewonnen. Aus heutiger Sicht ist es als Demokrat zu akzeptieren, weshalb die Ampel absolut als erste Wahl angesehen werden muss, auch wenn mir Jamaika lieber wäre. Aber ein Bundeskanzler der das historisch schlechteste Ergebnis in der CDU-Geschichte erzielt hat, wäre das falsche Signal. Wenn es überhaupt noch zu Jamaika kommen sollte, weil sich beispielsweise der linke Flügel in der SPD oder bei den Grünen nicht mit der FDP einigt, dann müsste ein neuer Vorsitzender für die CDU gefunden werden. Dann braucht Deutschland eine Person als Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin, die ein Signal an die Zukunft ist. Zu denken wäre beispielsweise an Daniel Günther, der in Schleswig- Holstein zeigt, wie Jamaika funktionieren kann."

Jens Ellinger

Jens Ellinger, Elldus Resort, Oberwiesenthal: 
"Es gibt auf alle Fälle erstmal einen Wechselwillen. Der SPD ist es gelungen, die Mehrheit und damit auch die Frage, wer wird Kanzler zu beantworten. Ob es Olaf Scholz wird, werden wir in den nächsten Wochen sehen, wenn die SPD die Regierung zusammenbekommt. Wenn man auf Politiker noch so viel geben kann, dass sie Wort halten, dann hat die SPD in Person von Olaf Scholz ja mitgeteilt, dass sie bei Übernahme der Regierungsverantwortung den Mehrwertsteuersatz für Gastronomie-Leistungen reduziert und unbefristet belässt. Da werden wir ihn beim Wort nehmen. Man muss sehen, was die FDP macht – ob sie sich mit Rot-Grün verbindet oder mit Schwarz-Grün. Ich denke, dass die FDP sehr unternehmensfreundlich ist. Und was die Grünen betrifft, muss man schauen, wie sich die Energie- und Mobilitätsthematik entwickeln. Ich gehe davon aus, dass die Jamaika-Koalition für Hotellerie und Gastronomie die bessere sein könnte. Es wird erstmal eine unruhige Zeit bleiben, da die Koalitionsverhandlungen eine Weile dauern werden. Bis dahin wird unser Land blockiert sein. Ich habe keine große Hoffnung, dass es schnell geht." 

 


 

 

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