Tourismus: Berlin zwischen Lockdown und Somme...
Tourismus

Berlin zwischen Lockdown und Sommerhoch

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Blick über Berlin: Die Hoteliers in der Hauptstadt hoffen auf Nachholeffekte noch im laufenden Jahr
Blick über Berlin: Die Hoteliers in der Hauptstadt hoffen auf Nachholeffekte noch im laufenden Jahr

Die Hauptstadt erwartet Nachholeffekte nach dem Ende der coronabedingten Reisebeschränkungen. 2020 ging die Zahl der  Übernachtungen um 64 Prozent zurück, wobei 70 Prozent aller Besucher im Krisenjahr aus Deutschland kamen.

2020 zählte Berlin aufgrund der Corona-Pandemie nur ein Drittel der Besucherzahlen vom Vorjahr in der Stadt. Nach Angaben des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg verbrachten 4,9 Mio. Gäste (-65%) rund 12,3 Mio. Nächte (-64%) in Berlin. Damit sank die Zahl der Gäste in Berlin auf das Niveau des Jahres 2001. Rund 70 Prozent der Übernachtungen gingen auf deutsche Besucher zurück, 30 Prozent waren internationale Gäste, unter ihnen vor allem Briten, Niederländer und Spanier.

Nach einem vielversprechenden Jahresauftakt im Januar und Februar folgte der erste Lockdown vom 22. März bis zum 25. Mai 2020. In den Sommermonaten konnte in den Hotels mehr als 47 Prozent des Übernachtungsaufkommens von 2019 erreicht werden. Die Attraktionen der Stadt kamen 2020 – dem Marktforschungstool Visitor Insight zufolge – auf rund 40 Prozent des Gästeaufkommens vom Vorjahr.

Vorbereitungen auf Restart laufen

Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, sagt: „Die Corona-Krise hat den Tourismus und die Kongresswirtschaft mit voller Wucht getroffen. Wir haben schnell reagiert und mit einem Kraftakt verschiedene Förderinstrumente und Hilfsmaßnahmen die Branche unterstützt. Wir alle sehnen uns nach dem Tag, an dem Berlin als weltoffene Metropole wieder lebendig ist. Auf diesen Tag bereiten wir uns gemeinsam mit visit Berlin vor, um dem Tourismus beim Wiederhochfahren einen guten Start zu ermöglichen."

Burkhard Kieker, Geschäftsführer des Tourismusmarketing-Unternehmens visit Berlin: „Corona hat Tourismus, Gastronomie, Messen und Kongresse in Berlin stark mitgenommen und gleichzeitig gezeigt, wie wichtig die Branche für die Wirtschaft und die Kultur unserer Stadt ist. Gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe haben wir 2020 alles möglich gemacht, was möglich war: von der Einführung von Hygienekonzepten für Veranstaltungen, dem Angebot an Museen und Attraktionen, Zeitfenstertickets einzurichten, bis hin zu kurzfristigen Marketingaktionen. Wir rechnen mit Nachholeffekten für Berlin, wenn das Reisen wieder möglich ist. Diese Phase bereiten wir, gemeinsam mit dem Senat und der Branche, schon jetzt vor.“

Ein Drittel der Deutschen wollen bald wieder nach Berlin reisen

Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Tourismusforschung (DEST 2020) zum Reiseverhalten belegt, dass rund 33 Prozent der Deutschen in den nächsten zwölf Monaten nach Berlin reisen möchten. Wichtig sind ihnen dabei die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln, die Stornierungsbedingungen sowie eine ehrliche Kommunikation der Unterkünfte und der Reisedestination. 63 Prozent wollen mit dem Auto anreisen.

Für Touristen und Berliner stehen 2021 die Wiedereröffnung der Neuen Nationalgalerie, das Humboldt Forum, die Eröffnung der Anoha- Kinderwelt im Jüdischen Museum, die Lange Nacht der Wissenschaften sowie eine Highspeed-Sightseeing-Tour mit der verlängerten U-Bahnlinie U5 auf dem Programm.

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