Tourismus: Das Ruhrgebiet setzt aufs Rad
Tourismus

Das Ruhrgebiet setzt aufs Rad

Ruhr Tourismus/Dennis Stratmann
Essen-Kettwig: Radtourismus hat an der Ruhr Potenzial
Essen-Kettwig: Radtourismus hat an der Ruhr Potenzial

Vorbereitung auf den Restart: Ruhr Tourismus startet mit lokalen Partnern eine mehrstufige Initiative für die Hotellerie, die das Potenzial von Fahrradreisen erschließen soll.

Die Tourismusbranche im Ruhrgebiet leidet wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig unter den Folgen der Corona-Pandemie. Allerdings gibt es innerhalb des Tourismussektors einige Bereiche, die kurzfristig ein großes Potenzial und eine große Nachfrage erwarten lassen, sobald die Einschränkungen gelockert werden. Dazu gehört der Fahrradtourismus. Die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) hat daher gemeinsam mit lokalen Partnern einen Drei- Stufen- Plan für die Beherbergungsbetriebe entwickelt, die so vom Radtourismus profitieren und ihren Umsatz erhöhen können.

Den touristischen Betrieben im Ruhrgebiet bietet sich in Zeiten der Pandemie und darüber hinaus die Chance, vom Radtourismus zu profitieren. Die Vorteile des Radurlaubs in der aktuellen Situation liegen auf der Hand. Zum einen sind die Gäste weitestgehend im Freien unterwegs und können vergleichsweise unkompliziert größere Menschenansammlungen meiden. Zudem ist ein Fahrradurlaub individuell und kurzfristig planbar und macht nicht zwingend eine lange Anreise erforderlich.

Alternative zu Angeboten für Geschäftsreisende

Im Ruhrgebiet gibt es noch immer viele Betriebe, die bisher weniger mit den radtouristischen Grundlagen und Zielgruppen vertraut sind, da sie häufig ihren Schwerpunkt im Geschäftsreiseverkehr haben. Deshalb hat die RTG in einem ersten Schritt eine Handreichung mit vielen Tipps und Hilfestellungen, wie sich Beherbergungsbetriebe als Gastgeber schnell und ohne erheblichen Aufwand im Radtourismus- Sektor positionieren können, erarbeitet.

Im zweiten Schritt werden zeitnah zwei Online-Veranstaltungen angeboten, um die in der Handreichung beschriebenen Tipps und Empfehlungen im persönlichen Gespräch mit interessierten Betrieben zu vertiefen. Parallel zu den Online-Veranstaltungen stehen die Mitarbeiter der Aktivtourismus-Abteilung der RTG für persönliche telefonische Beratungen oder konkrete Serviceleistungen) zur Verfügung, wie Ausarbeitungen von Tourentipps ab dem jeweiligen Betrieb.

Schritt drei sieht vor, dass Betriebe, die sich dem Fahrradtourismus noch weiter öffnen wollen, Ende April oder Anfang Mai an einer kostenlosen Online-Schulung unter dem Titel „fit for bike“ teilnehmen können. Ein externer, aktivtouristisch-versierter Referent wird im Detail erläutern, wie eine gelungene Produktentwicklung und ein erfolgversprechendes Marketing für Betriebe gestaltet sein müssen, um Fahrradurlauber zu gewinnen und zufrieden zu stellen.

Überregionales Radwegenetz nutzen

„Da wir glücklicherweise im Ruhrgebiet über einige überregional bedeutsame Radtourismus-Produkte, wie den RuhrtalRadweg oder das radrevier.ruhr, verfügen, sehen wir hier eine bedeutende Chance für die privaten Beherbergungsbetriebe, in den kommenden Monaten Umsatz zu generieren. Daher möchten wir die Hotellerie, auch wenn die Region bereits über zahlreiche fahrradfreundliche Betriebe verfügt, mit denen wir schon eng zusammenarbeiten, kurzfristig  –noch vor Ostern – in einer mehrstufigen Initiative für den Fahrradtourismus sensibilisieren. Wir sind der Überzeugung, dass diese Initiative dabei hilft, das Ruhrgebiet für die Zeit nach den Pandemie-Beschränkungen noch gezielter als attraktives Reiseziel im Deutschland-Tourismus zu positionieren“, erklärt Axel Biermann, Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH.

Weitere Informationen sowie die Handreichung für die Beherbergungsbetriebe gibt es hier.

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