Tourismus: Herbsturlaub: Welche Regeln gelten...
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Herbsturlaub: Welche Regeln gelten wo?

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Reisen im Herbst: Wen es in die Ferne treibt, der sollte sich vorher über die jeweils geltenden Einreisebestimmungen informieren
Reisen im Herbst: Wen es in die Ferne treibt, der sollte sich vorher über die jeweils geltenden Einreisebestimmungen informieren

In den ersten Bundesländern stehen die Herbstferien vor der Tür. Entspannung, kleine Abenteuer oder einfach einen Tapetenwechsel wünschen sich viele - aber was ist mit Corona? Ein Überblick über aktuelle Regeln in beliebten Urlaubsländern.

Frankreich

In Frankreich sind Gastronomie, Kulturbetriebe und Sportstätten geöffnet. Für den Eintritt ist aber ein Impf-, Test- oder Genesungsnachweis notwendig, auch für die Außenbereiche. Dieser Nachweis ist auch Voraussetzung für Fahrten mit dem Reisebus oder dem Fernzug. Die 3G-Regeln gelten für Erwachsene und für Kinder ab 12 Jahren und zwei Monaten. Als Nachweis kann ein digitaler Gesundheitspass in einer Handy-App oder ein Papierdokument vorgelegt werden. Einreisende müssen zudem eine Erklärung zur Symptomfreiheit abgeben

Die Einreise ist aus Europa mit einem Impfnachweis oder einem negativen PCR- oder Schnelltest möglich, auch für die Rückreise nach Deutschland muss ein Nachweis erbracht werden. Corona-Tests sind für Ausländer nicht mehr gratis. Die Infektionszahlen sinken in Frankreich seit Mitte August kontinuierlich. Zuletzt lagen die Corona-Neuinfektionen bei 1138 binnen 24 Stunden (Stand 4.10.2021). Lediglich in der Region Provence-Alpes-Côte-d'Azur steckten sich innerhalb einer Woche zuletzt noch mehr als 100 Menschen auf 100 000 an.

Das Auswärtige Amt warnt außerdem vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die französischen Überseegebiete Guadeloupe, Martinique, Neukaledonien, Saint-Barthélemy, Saint-Martin, Französisch-Guayana und Französisch-Polynesien. Diese Gebiete werden als Hochrisikogebiete eingestuft.

Schweiz

Die Schweiz verlangt vielerorts ein Corona-Zertifikat, das eine Impfung, Genesung oder einen negativen Test nachweist. Jeder, der nicht geimpft oder genesen ist, muss bei der Einreise einen negativen Antigen- oder PCR-Test vorlegen - unabhängig davon, ob er mit dem Flugzeug, Auto, Fahrrad oder zu Fuß über die Grenze will. Zudem müssen alle Touristen ein Einreiseformular mit Kontaktdaten ausfüllen. Wer nicht geimpft, genesen oder negativ getestet ist (3G), kommt nicht mehr in Restaurant-Innenräume. Das EU-Zertifikat wird anerkannt. Die Infektionszahlen sinken zwar seit Mitte Oktober kontinuierlich, liegen aber deutlich höher als in Deutschland. Zuletzt wurden 2636 Fälle binnen 24 Stunden gemeldet (Stand 4.10.2021). Es besteht nach wie vor eine generelle Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen, in öffentlichen Verkehrsmitteln inkl. im Inneren von Gebäuden gelegenen Bahnhöfen und Bahnsteigen sowie an den Flughäfen, in Geschäften und Einkaufszentren. 

Österreich

Für die Einreise ins südliche Nachbarland gilt nach wie vor die 3G-Regel. Auch in Hotels, Restaurants und Kultureinrichtungen muss man nachweisen können, dass man vollständig geimpft, genesen oder getestet ist. An allen öffentlichen Orten – in Innen- und Außenbereichen – ist ein Mindestabstand von einem Meter einzuhalten. An öffentlichen Orten, in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Kundenbereichen von Betriebsstätten (z.B. Handel, sonstige Dienstleistungen) sowie in Museen ist in geschlossenen Räumen das Tragen eines einer FFP-2-Maske verpflichtend. Wer ungeimpft nach Österreich reist, muss regelmäßig einen Antigen-Schnelltest oder PCR-Test machen (24 Stunden bzw. 72 Stunden lang gültig). Für Kinder gilt die 3G-Regel ab 12 Jahren. In Wien müssen Kinder schon ab 6 Jahren getestet sein. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist etwa doppelt so hoch wie in Deutschland, zudem steigen die Infektionszahlen derzeit wieder. Zuletzt wurden 380Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet (Stand 4.10.2021).

Dänemark

Deutschlands nördlichster Nachbar hat am 10. September alle geltenden Corona-Beschränkungen aufgehoben. Das Leben fühlte sich schon zuvor fast beschränkungsfrei an, eine Maskenpflicht gibt es seit längerem nicht mehr. Zuletzt wurden 1404 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet (Stand 4.10.2021). Für die Einreise ist zu beachten: Dänemark nimmt eine nach Ländern und Regionen differenzierte Risikobewertung in die Kategorien  „grün“, „gelb“, „orange“ und „rot“ vor, welche wöchentlich aktualisiert wird. 

Deutschland ist, mit Ausnahme Schleswig-Holsteins (weiterhin „grün“ eingestuft), aktuell in der „gelben“ Kategorie. Für Personen mit Wohnsitz in „grün“ bzw. „gelb“ eingestuften Ländern oder Regionen gelten laut Auswärtigem Amt aktuell folgende Einreisevoraussetzungen:

1) Triftiger Einreisegrund: Ausländer mit Wohnsitz in „grün“ oder „gelb“ eingestuften Ländern oder Regionen dürfen ohne Nachweis eines wichtigen Grundes einreisen. Ausländer mit Wohnsitz in anderen Ländern dürfen, auch wenn Sie sich vor Einreise nach Dänemark in Deutschland aufgehalten haben, grundsätzlich nur bei Nachweis eines wichtigen Grundes nach Dänemark einreisen. Einreisen zu touristischen Zwecken werden in diesem Fall nicht gestattet.

2) Testpflicht: Für Einreisende - per Flugzeug, über Land und See - gilt grundsätzlich die Pflicht, bei der Einreise einen negativen COVID-19-Test vorzulegen (PCR-Test nicht älter als 72 Stunden, ein Antigentest nicht älter 48 Stunden). Die Nicht-Einhaltung dieser Vorgaben führt erfahrungsgemäß zur Zurückweisung an der Grenze. Die Vorlage eines ver-/gefälschten Testergebnisses wird als Urkundenfälschung strafrechtlich verfolgt und kann mit einer Haftstrafe und Einreiseverbot bestraft werden.

Für Ausländer mit Wohnsitz in einem als „gelb“ eingestuften Land besteht die Pflicht zur Durchführung eines zweiten - kostenfreien - COVID-19-Tests spätestens 24 Stunden nach Einreise. Bei Einreise auf dem Luftweg muss dieser Test vor Verlassen des Flughafens erfolgen. An Flughäfen, Grenzübergängen und zahlreichen weiteren Standorten im Land sind für Einreisende Testzentren eingerichtet. Ausländer mit Wohnsitz in einem als „grün“ eingestuften Land oder Region (aktuell Schleswig-Holstein) müssen nach Einreise keinen zweiten Test mehr vornehmen lassen. Es gelten Ausnahmen von der Testpflicht für folgende Personenkreise: Kinder bis einschließlich 15 Jahre, vollständig Geimpfte mit Nachweis und Genesene mit entsprechendem Nachweis.

Niederlande

In den Niederlanden sind bereits viele Maßnahmen aufgehoben oder gelockert worden. Die 1,5-Meter-Regel gilt etwa nicht mehr. Dafür muss man vor dem Besuch von Gaststätten, Kultur- und Sportveranstaltungen mit einem Corona-Pass nachweisen, dass man geimpft, getestet oder genesen ist. Das gleiche gilt für die Einreise aus Deutschland. Der digitale Nachweis der EU wird anerkannt. Eine Maskenpflicht gilt nur noch für Bus, Bahn und Flughäfen. Die Infektionszahlen sinken langsam - zuletzt wurden 1624 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet (Stand 4.10.2021).

Großbritannien

Während die Briten weitestgehend unbeschwert leben, bleiben die Corona-Anforderungen für Reisende hoch. Zwar müssen vollständig Geimpfte aus Deutschland vom 4. Oktober an vor Abflug keinen Antigentest mehr machen. Doch weiterhin ist ein PCR-Test spätestens am zweiten Tag nach Ankunft vorgeschrieben, die Kosten dafür liegen bei mindestens 50 Pfund (58 Euro) pro Person.

Konkret gilt:

  • Vollständig Geimpfte: Kein COVID-19-Test vor Einreise (pre-departure), Online-Anmeldung, ein COVID-19-Test vor/am Tag zwei nach Einreise, keine Quarantäne. Diese Regelungen gelten auch für Kinder unter 18 Jahren.
  • Nicht oder nicht vollständig geimpfte Personen: Online-Anmeldung, COVID-19-Test vor Einreise, zwei weitere Tests vor/am Tag zwei und am/nach Tag acht nach Einreise, häusliche Quarantäne von zehn Tagen mit Möglichkeit einer Freitestung am fünften Tag nach Einreise.

Pubs, Theater und andere Sehenswürdigkeiten sind geöffnet. Die Zahl der Neuinfektionen stagniert derzeit bei mehr als 30 000 pro Tag, die Sieben-Tage-Inzidenz stieg zuletzt auf 350. Für die Rückreise nach Deutschland gilt die 3G-Regel. Von diesem Freitag an ist zudem für Einreisen nach Großbritannien ein Reisepass Pflicht, der Personalausweis reicht nicht mehr aus. Darüber hinaus wird vom Auswärtigen Amt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Vereinigte Königreich Großbritannien (Hochrisikogebiet) und Nordirland, die britischen Überseegebiete einschließlich Gibraltar, die Isle of Man und die Kanalinseln derzeit gewarnt.

Italien

Die Infektionslage in Italien ist entspannt, in keiner Region geben die Zahlen der Corona-Fälle oder Krankenhausbelegungen Grund zur Sorge. Mit dem Impffortschritt ist Rom sehr zufrieden: Fast 80 Prozent der Menschen über zwölf Jahren sind durchgeimpft. Für Einheimische und Gäste ist der sogenannte «Grüne Pass» entscheidend - dazu zählt auch das in Deutschland ausgestellte EU-Corona-Impfzertifikat: Bei praktisch allen Aktivitäten im Innenbereich - Bars, Restaurants, Museen, Sportevents, Zügen - wird der Pass verlangt. Für die Einreise ist eine digitalen Anmeldung sowie eine Impfung, Genesung oder ein Test nötig. In Quarantäne muss man dann nicht. Zuletzt wurden 1612 neue Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet (Stand 4.10.2021).

Malta

Malta hat eine der niedrigsten Infektionsraten und eine der höchsten Impfquoten der EU. Zur Einreise sind eine digitale Anmeldung und der Nachweis einer Impfung, Genesung oder eines Tests nötig. Wer das nicht vorweisen kann, muss nach der Einreise 14 Tage in ein offizielles Quarantäne-Hotel und dafür 100 Euro pro Nacht bezahlen. Einrichtungen wie Geschäfte, Dienstleistungsbetriebe, Kinos und Theater sind geöffnet. Von 9. Oktober an ist es Restaurants und Bars gestattet, Gäste ohne Impfnachweis abzulehnen - wenn sie das tun, dürfen sie als Belohnung von der Regierung länger geöffnet haben, die Tische näher zusammenrücken und Leute an der Bar bedienen. Zuletzt wurden 24 neue Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet (Stand 4.10.2021).

Spanien & Portugal

In den beiden bei Deutschen beliebten Urlaubsländern Spanien und Portugal ist die Corona-Pandemie derzeit entspannt. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Spanien liegt bei 27,5 und damit niedriger als in Deutschland. 77,7 Prozent der Bevölkerung sind vollständig gegen Corona geimpft. In Portugal lag die 14-Tage-Inzidenz bei 111, das Gesundheitssystem stand nicht mehr unter besonderem Druck und der Anteil der vollständig Geimpften ist mit 84 Prozent höher als in den meisten anderen Ländern.

Angesichts dieser positiven Entwicklung sind in beiden Ländern die meisten Beschränkungen inzwischen weggefallen. Maskenpflicht besteht aber weiterhin in der Öffentlichkeit in Innenräumen sowie im Nahverkehr. Im Freien nur dann, wenn der Mindestabstand - in Spanien 1,5 Meter, in Portugal zwei Meter - zu nicht im selben Haushalt lebenden Personen nicht eingehalten werden kann.

Hier und da kann es noch Einschränkungen bei der Auslastung der Innenräume von Gaststätten geben. Vor allem in Spanien bestehen noch Unterschiede zwischen einzelnen Regionen. So darf in Discos auf der beliebten Urlauberinsel Mallorca ab dem 8. Oktober wieder getanzt werden, in der Touristenmetropole Barcelona aber ist das nur bei Tanzflächen der Clubs im Freien erlaubt.

Bei der Einreise müssen für beide Länder aber noch elektronische Reiseanmeldungen ausgefüllt werden. Und alle Personen ab 12 Jahren müssen einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen. Wer das nicht hat, ist verpflichtet, einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorzuweisen.

Griechenland & Zypern

Vor der Einreise nach Griechenland geben die Besucher auf einer Website (travel.gov.gr) ihre Daten ein und erhalten einen QR-Code zur Nachverfolgung. Außerdem müssen sie einen aktuellen negativen Schnelltest vorlegen oder voll geimpft sein. Das gilt auch für Kinder ab zwölf Jahren. In Greichenland haben sich die Neuinfektionen derzeit bei rund 2000 täglich eingependelt.

Zypern stuft Deutschland in der roten, also stark betroffenen Kategorie ein. Das bedeutet für alle Einreisenden, die nicht nachweislich geimpft oder genesen sind, dass sie sowohl vor als auch nach der Einreise jeweils einen Test machen und diesen auch selbst bezahlen müssen. Zudem muss spätestens 48 Stunden vor der Einreise auf einer Website (cyprusflightpass.gov.cy) der «Cyprus Flight Pass» beantragt und während des Urlaubs stets mitgeführt werden. In Zypern sinken die Infektionszahlen seit Mitte Juli kontinuierlich. Zuletzt wurden 226 neue Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet (Stand 4.10.2021).

Kroatien

Von Touristen wird eine Bescheinigung verlangt, die belegt, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Hotels empfangen Gäste ohne Einschränkungen. Gaststätten und Cafés dürfen auch in ihren Innenbereichen bewirten, aber nur an den Tischen, zwischen denen Abstände einzuhalten sind. An öffentlichen Versammlungen darf nur eine bestimmte Anzahl an Menschen teilnehmen. Die Corona-Infektionen steigen derzeit kontinuierlich an. Zuletzt wurden 219 neue Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet (Stand 4.10.2021). Es gilt eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften und Krankenhäusern sowie im Freien überall dort, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. 

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