Coronakrise: Trotz Öffnungsszenarien: Dehoga ...
Coronakrise

Trotz Öffnungsszenarien: Dehoga fordert eindringlich einen Rettungsfonds

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Die Lage ist ernst, Rettung ist überfällig
Die Lage ist ernst, Rettung ist überfällig

Der Bundesverband und alle Landesverbände wenden sich mit einem dramatischen Appell an die Kanzlerin.

BERLIN. Zwar gibt es jetzt eine Öffnungsperspektive für viele Betriebe, unabhängig davon allerdings hält der Dehoga  die Forderung nach einem Hilfsfonds aufrecht. Zumal manche Betriebstypen wie Bars, Clubs und Discotheken noch gar keine Aussicht auf ein Wiederhochfahren haben. Deshalb hat sich der Verband in einem länderübergreifenden Schreiben direkt an die Bundeskanzlerin gewandt.

Darin danken die Branchenvertreter der Regierung zunächst für viele Maßnahmen, die schnell auf den Weg gebracht worden seien. Dann aber weist das Schreiben deutlich darauf hin, wie am Boden zerstört  Deutschlands Gastgeber sind: "Die Verzweiflung und existenziellen Nöte der mehr als 220.000 Unternehmen des Gastgewerbes wachsen von Tag zu Tag. Wir erwarten, dass der Branche eine verlässliche Zusage für direkte Finanzhilfen aus einem Rettungsfonds gegeben wird."

95 Prozent der sozialversicherungspflichten Beschäftigten des Gastgewerbes in Kurzarbeit

Nicht länger hingenommen werde die fehlende Zusage, den Betrieben in ihrer Notlage direkte Finanzhilfen aus einem Rettungsfonds zufließen zu lassen. Die Unternehmer müssten hohe fortlaufende Kosten für Pachten, Nebenkosten, Leasinggebühren, Versicherungen etc. aufbringen bei  minimalen oder gar keinen Einnahmen.

Zudem sei das Kurzarbeitergeld für März bei 80 Prozent der Betriebe noch nicht angekommen. Werde nicht schnell und unbürokratisch jetzt im Mai geholfen, würden viele Betriebe für immer schließen. Ende April hätten sich 95 Prozent der sozialversicherungspflichten Beschäftigten (1.025.000) in Kurzarbeit befunden, im Februar seien es 173 gewesen.

Deshalb sei ein Rettungsfonds auf den Weg zu bringen, der direkte, nicht rückzahlbare Finanzhilfen für die Betriebe beinhaltet. Die Verbände fordern: Hilfen aus dem Rettungsfonds müssen im Mai fließen. Für die Monate März, April und Mai werde ein Beihilfevolumen für das Gastgewerbe in einer Größenordnung von rund 4 Milliarden Euro benötigt. hz

Dem Schreiben beigefügt ist ein ausführliches Argumentationspapier.

Im öffentlich-rechtlichen TV-Sender Phoenix hat am 6. Mai Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges die dramatische Lage des Gastgewerbes geschildert und dringend  einen Rettungsfonds gefordert. Das Video finden Sie hier.

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